Die ersten 10 Wochen mit Acalor

Die ersten Wochen mit der neuen Heizung liegen hinter uns – Zeit für eine erste Zwischenbilanz, finden wir.

Wir erinnern uns: Bei der Übergabe der Heizung am zweiten Montagetermin waren wir recht erschrocken über das sehr laute Geräusch der verbauten Brauchwasserwärmepumpe (BWWP), die die Monteure bei uns erstmals einbauten. Die eigentliche Heizung wurde kürzlich durch den Hersteller um diese Komponente erweitert. Außerdem erreichte unser Haus während der Estrichphase nicht über 23 Grad, was uns auch ziemlich skeptisch gemacht hatte.

Etwa eine Woche vor Einzug haben wir die Heizung voll aktiviert. Unsere Fliesen lagen dann lang genug, dass sie das vertragen konnten. Die Acalor hat drei Programme: Komfort, Eco und Automatik. Die Erklärung: Bei Komfort stellt man die gewünschte Raumtemperatur ein, Bei Eco eine niedrigere, die sozusagen als Mindesttemperatur gilt. Im Automatikmodus kann man im 15 Minuten-Takt definieren, wann am Tag im Komfort-Modus und wann im Eco-Modus geheizt werden soll. Zu Beginn stellten wir einfach dauerhaft auf Komfort.

Thema 1: Geräusche des Außenlüfters

Direkt zum Einzug Anfang Januar wurde es dann kalt, deutlich unter Null grad. Und uns packte das Entsetzen: Die Anlage war im Außenbereit wirklich unglaublich laut. Sie heizte beinahe den ganzen Tag, machte dabei wirklich kräftige Ventilatoren Geräusche. Das war aber auch kein Wunder, denn das gute Stück war von oben bis unten voller Eis.

Leider ärgerten wir uns zu diesem Zeitpunkt auch ziemlich über den Acalor Kundendienst. Denn leider hatten wir gar nicht den Eindruck, schnell versorgt zu werden. In der ersten richtig kalten Woche der Saison war wohl so viel los, dass man für ein Lautstärkeproblem wie unseres keine Zeit hatte. Gut, wenn wir im kalten Haus sitzen würden, hätten wir auch kein Verständnis für Lautstärkeprobleme.

Letztendlich bekamen wir dann einen Telefontermin, bei dem wir unter Anleitung des Technikers am Telefon an der Anlage etwas verstellen konnte, so dass nun der Abtauvorgang, der standardmäßig vor Heizbeginn und bei Notwendigkeit stattfindet, verlängert ist. Das löste das Eisproblem weitgehend. Als Acalor dann ca. zwei Wochen später vorbei kam, wurde auch der Fühler für den Abtauvorgang versetzt. Seitdem haben wir gar keine Vereisung mehr und die Anlage ist schon mal ein gutes Stück ruhiger.

Die Drehzahl des Ventilators (und damit auch die dazu gehörenden Geräusche) ist von der Außentemperatur abhängig. Die Beobachtung der letzten Wochen zeigt, dass die Anlage unter Null Grad einen Zahn zulegt. Bei einem zweiten Vor-Ort-Termin bei uns wurde auch das von Acalor noch einmal überprüft und die maximale Drehzahl des Ventilators reduziert. Dadurch hat er noch einmal etwas an Lautstärke verloren.

Zusätzlich zum Ventilatorgeräusch macht die Anlage auch noch ein Kompressorgeräusch, das allerdings hinter all der Dämmwolle aus unserer Sicht recht leise ausfällt.

 

Thema 2: Temperatur im Haus

Insgesamt freuen wir uns über das tolle Klima in unserem Haus, denn im Gegensatz zu unserem gemieteten Haus aus den 60ern vorher, ist es hier möglich, einfach alle Türen offen zu lassen, denn es ist einfach nirgendwo im Haus kalt. Das ist schon sehr angenehm. Und auch mir, die ich sehr empfänglich für so etwas bin, macht die Fußbodenheizung der Acalor weder dicke Füße noch unangenehme Wärme über selbige. Genauso hatten wir uns das erhofft.

Als es draußen sehr kalt war hatten wir allerdings etwas Schwierigkeiten, die gewünschte Temperatur von 21 Grad zu erreichen. In einem Telefonat mit Acalor empfahl man uns, die Anlage, die wir mittlerweile auf Automatik und damit zwischen gewählten 22 und 6 Uhr mit Solltemperatur 19,5 Grad eingestellt hatten, in so kalten Phasen auf Komfort laufen zu lassen.

Wir fragten uns hier zwar nach dem Sinn der Automatikfunktion, wenn man diese doch nicht nutzen kann, weil die Heizung dann die Temperatur nicht mehr erreicht, folgten aber dem Rat. Allerdings führte auch das nur schwer und zum Preis von fast 24 Stunden Lüfter-Laufzeiten auf unsere 21 Grad. Eigentlich wollen wir auch nachts gar nicht beheizt werden, trotzdem aber gerne tagsüber nicht frieren. Im Schlafzimmer das Fenster zu öffnen, führt aber zu einem Temperaturabsturz am Thermostat, der bei uns unfreiwillig – nach einem Fehler der Elektriker von Elku – im OG genau Luftlinie zwischen Schlafzimmer und Bad mit Abluftlüfter angebracht wurde. Die kalte Luft zieht also vom geöffneten Schlafzimmer Fenster direkt am Thermostat vorbei zum Lüfter im Bad, was auch nachts vermehrt zu Heizphasen und zu eher warmen Wohnräumen führt.

Endergebnis: Acalor kam ein zweites Mal bei uns vorbei, diesmal auch sehr schnell und unkompliziert. Es ging ja um Wärme, nicht nur um Geräusche. Immerhin. Im Grunde aber ohne Ergebnis. Der Monteur verstellte einige Kleinigkeiten an der Heizung, insgesamt stellte er aber fest, dass die Anlage fehlerfrei lief. Ist ja eigentlich gut 🙂

Seitdem hatte es nicht mehr so niedrige Außentemperaturen, so dass wir wohl bis ins nächste Jahr warten müssen, um festzustellen, ob das jetzt in Ordnung ist. Bei knapp unter Null grad haben wir jedenfalls keine Schwierigkeiten.

Das zweite Problem bzgl. der Temperatur ist aber unser Bad im EG. Während alle anderen Räume in etwa die gewünschte Temperatur erreichen, funktioniert das im EG-Bad nicht. Wir hatten uns 2 Grad mehr als im Referenzraum (= Flur OG) gewünscht. Acalor garantiert in den Bädern aber lediglich Referenzraum-Temperatur. Allerdings erreicht das kleine Bad immer merklich niedrigere Temperaturen. Gemessen hatte der Acalor-Techniker bei seinem ersten Besuch 1,5 Grad weniger. Das klingt nicht viel, aber letztendlich ist es eben, wenn das ganze Haus gleichmäßig warm ist, der einzige kältere Raum, wo man es eignetlich wärmer haben möchte. Acalor hat eine Menge Wärmebild-Aufnahmen gemacht, danach haben wir von diesem Thema nichts mehr gehört. Aussage des Technikers vor Ort: Man könne bei „zu kalt“ eben nicht so viel machen. „Zu Warm“ kann man immer drosseln (auf die Gefahr hin, dass dann das Haus nicht mehr auf seine Gesamttemperatur kommt, weil Heizleistung fehlt), „zu kalt“ sei schlecht behebbar. Wir werden sehen, was da noch kommt, denn so ist es doch unbefriedigend.

Das Bad oben ist übrigens sehr schön warm, ich denke da kommen die 2 Grad mehr als im Referenzraum = Flur in jedem Fall hin. Das Wohnzimmer ist meist ein Stück wärmer als der Referenzraum, sicher beeinflusst durch Küche und den Aufenthalt von 2 Menschen und einem Vierbeiner vorwiegend dort. Außerdem haben wir dort ja auch viele Fenster, sobald ein wenig Sonne da ist, wird es (auch um diese Jahreszeit) wärmer.

Ach so, noch eine Anmerkung: Das ganze gilt bei uns derzeit bei geschlossenen Zuluftventilen der Lunos. Hätten wir diese Ventile vor allem im Wohnbereich auf, würden wir vermutlich nicht mehr diese Temperaturen erreichen. Das bleibt noch zu testen. Derzeit laufen zwar die Abluftventile, als Zuluftventil ist aber einzig das im Schlafzimmer offen. Zur Lunos schreibe ich aber noch einen gesonderten Beitrag.

 

Thema 3: Die Brauchwasserwärmepumpe (BWWP):

Wir waren eines der ersten Häuser, in dem Acalor die neue BWWP auf dem Warmwassertank verbaute. Der Hintergrund: Die alte Anlage hatte das Warmwasser über die Außenwärmepumpe geheizt, diese hatte dadurch häufiger anspringen müssen und scheinbar innerhalb der Garantiezeit vermehrt die Segel gestrichen. Die neue Variante verhindert das und spart zudem noch Strom.

Wir haben zwei Tage vor Einbau der Anlage erfahren, dass wir nicht das erwartete System bekommen werden. Eine Wahl hat man uns zu diesem Zeitpunkt nicht gelassen.

Als wir dann eingezogen waren und das ganze im Betrieb war, traf uns wirklich der Schlag. Die Anlage verursacht nämlich einerseits ein (erwartetes) Lüftergeräusch, andererseits war aber in unserem Haus an verschiedenen Stellen, unter anderem in der Wohnzimmerecke, ein tiefes Brummen hör- und spürbar. Unser Sofa vibrierte stark bei der Wassererhitzung. Das war so störend, dass wir die BWWP zunächst deaktivierten und das alternative Heizen über Heizstab nutzten. Sicher nicht sehr stromsparend. Als Acalor dann nach gut zwei Wochen bei uns vorbei kam, wurde das Geräusch nachgemessen und für definitiv unnormal befunden. Noch einmal drei Wochen später kam dann ein Monteur-Zweiergespann (wegen des Gewichts der Anlage) und legte uns eine Waschmaschinen-Schallschutzmatte unter die Anlage. Seitdem ist das Problem weitgehend behoben. Brummgeräusche haben wir (nur) noch im Flur, wo die Acalor auf der anderen Seite der Wand steht, und im Obergeschoss, ebenfalls im Flur über der Anlage und auch deutlich leiser als zuvor. Im Wohnbereich ist das nicht mehr hörbar, das Vibrieren hat auch aufgehört. Eine einfache und gute Lösung also.

Was bleibt ist das Lüftergeräusch. Unser HWR grenzt direkt an die Küche, respektive an den offenen Wohnbereich. Das Lüftergeräusch hat im HWR gut 60dB. Vor der geschlossenen Tür zur Küche bleiben davon noch knapp 45dB über. Klar, das wird mit jedem Schritt Entfernung leiser, dennoch empfinden wir das ganze als laut. Gleichzeit ist es schon so, dass das Geräusch bei laufender Musik / TV echt in den Hintergrund rückt. Sitzt man aber z.B. ruhig beim Frühstück am Esstisch und das morgendliche Duschwasser wird grade nachgewärmt, ist es schon störend.

Das wäre so für uns vielleicht noch tolerierbar, wenn das Wasseraufheizen denn wenigstens einigermaßen zügig ginge. Aber die BWWP braucht – ohne einen Vergleich mit anderen Anlagen zu haben – eine Ewigkeit, bis das Wasser warm ist. Gehe ich z.B. gegen 18 Uhr baden, benötigt die Anlage 5-6 Stunden um das Wasser wieder zu erhitzen. Das heißt eben auch, dass den ganzen Abend über das Lüftergeräusch hörbar ist. Es gibt eine Boost-Funktion, die beschleunigen soll, in unseren Tests damit hatte das nur wenig Effekt. Parallel nimmt im HWR die Raumtemperatur ab. Regelmäßig sinkt das Thermometer unter 15 Grad, wenn Wasser erhitzt wird. Wir vermuten, dass das auch die Effektivität der BWWP schmälert. schließlich zieht sie ja die Wärme aus der Raumluft, gibt kältere Luft wieder ab. Dadurch sinkt die Raumtemperatur und beim nächsten mal bekommt die BWWP dann kältere Luft. Auch dieses Problem haben wir an Acalor gemeldet und sind gespannt, was von dort an Rückmeldung kommt.

 

Fazit:

Insgesamt war die Heizung seit dem Einzug ziemlich viel Thema. Ok, Elku hat drei Monate nach Hausübergabe noch immer nicht die Restarbeiten geschafft und Danhaus beeilt sich ebenfalls nicht gerade. Wir hoffen, dass sich alles noch beheben und entsprechend anpassen lässt. Ein Stück ärgern wir uns aber auch darüber, dass wir uns ein bisschen wie BWWP-Versuchskaninchen fühlen – bestimmt wird Acalor hier mit etwas mehr Erfahrung von Beginn an bessere Lösungen bieten.

Das Raumklima entschädigt für manches und immerhin ist der Zustand mittlerweile schon deutlich verbessert. Man muss ja auch berücksichtigen, dass es ein Neubau mit Erstbezug zur kältesten Zeit des Jahres ist, da ist Nachjustieren zu einem gewissen Grad wohl auch bei anderen Anlagen völlig normal. Wir werden hier sicher weiter berichten. Und wir würden uns sehr über Rückmeldung freuen, was andere so für Erfahrungen mit der Anlage sammeln konnten und können.

 

Neues vom 09.06.2016: Mittlerweile gab es eine Reaktion von Acalor auf diesen Blogbeitrag und auch Veränderungen an unserer Anlage. Beides kann hier nachgelesen werden.

22 Gedanken zu „Die ersten 10 Wochen mit Acalor

  1. Puh, das klingt ja nicht so rosig. :/
    Ich werde auf jeden Fall mal bei Danhaus nachhaken, ob wir auch diese BWWP bekommen werden? Die scheint ja leider noch etwas arg in den Kinderschuhen zu stecken.

    Wie das mit der Acalor so läuft, darauf bin ich auch bei uns mal sehr gespannt. Als nächstes müssen wir mit Danhaus erstmal klären, ob sie dort zu stehen kommen kann, wo wir sie gerne hätten… eine Zierde ist der Anblick ja nun nicht gerade.
    Aber auf das Raumklima und vor allem die Wärme freue ich mich schon unglaublich! In unserer jetzigen Wohnung wird es ja fast nie wärmer als 19°, und dafür muss die Heizung schon mit voller Kraft bollern.

    Danke auf jeden Fall, dass ihr mal wieder eure Erfahrungen mit anderen Bauherren teilt. 🙂

    Liebe Grüße
    Anne

    • Halle Anne,

      Also, wenn ich nicht etwas völlig falsch verstanden habe, dann baut Acalor nur noch die neuen Anlagen ein.
      Nein, schön ist die Anlage nicht. Wir hatten vor aufstellen vor allem darum gebeten, uns bzgl. des Schalls zu beraten, damit wir nicht durch ungünstiges Aufstellen Schallreflexionen befürchten müssen. Wir haben hier die Erfahrung gemacht, dass Acalor sich um den Aufstellort nicht viele Gedanken macht. Wir waren jedenfalls sehr froh, dass wir am Tag der Aufstellung anwesend waren, da unsere Aufstellwünsche per Mail bei den Monteuren nich angekommen waren.

      Oh, bei jetzt 19 Grad wird das für euch genauso klasse wie für uns, es nie mehr irgendwo kalt zu haben 😀😀

      Viel Erfolg und guten Fortschritt!

  2. Gibt es keine Kombinationslösung? Also während der Heizperiode mit der großen WP das warme Wasser machen und im Sommer mit der BWWP. Immerhin heizt ihr ja den HWR mit der großen Wärmepumpe, und die BWWP zieht dann daraus Heizenergie für das Warmwasser. Das kann also gar nicht effizienter sein, als direkt das Wasser aufzuheizen…

    • Wir waren vor Einbau davon ausgegangen, dass das System eine Kombilösung ist. Das scheint aber nicht so zu sein. Hier bekommen wir allerdings von verschiedenen Acalor Technikern auch verschiedene Aussagen. Einmal heißt es, Heizbetrieb und Warmwasserbetrieb laufen völlig unabhängig, ein anderes Mal dann, dass es ein Magnetventil gebe, das die BWWPstoppt, sobald Heizen läuft. Im Betrieb würde ich sagen: da ist keine Kombi.

      • Ok, danke! Wenn es ein Magnetventil gäbe, müsste die BWWP während der Heizperiode ja völlig still sein… Wünsche euch weiterhin viel Erfolg beim Debugggen und bestimmt gibt’s irgendwann noch ne gute Lösung!

      • Also laut Werbematerial und Website ist die BWWP tatsächlich nur für die Zeit gedacht, in der die Heizung nicht läuft, d.h. für die Sommermonate. Das ist ja eines der Verkaufsargumente bei Acalor, dass man das Warmwasser im Winter „kostenlos“ dazu bekommt.

        • Wir haben mittlerweile noch einmal nachfragen können, und eine eindeutige Antwort bekommen: BWWP und Außengerät sind unabhängig voneinander. Also ist es normal, dass die BWWP auch anspringt, wenn die Heizung läuft. Das nebenbei aufgeheizte Wasser ist also noch aus der Zeit der Acalor ohne BWWP.

  3. Hallo,

    zuerst möchte ich meinen Dank für eure tolle und sehr informative Seite hinterlassen.

    Wir befinden uns aktuell in der finalen Planungsphase nach der Baugenehmigung.
    In unser Danhaus soll auch eine Acalor ihren Einzug finden.
    Klar, diese WP ist wirklich sehr unschön aber einen Aufschlag für die etwas schönere Premium Version wollen wir nicht ausgeben.

    Ich habe am meisten Bedenken, dass wir den Nachbarn die WP zu nah vorsetzen. Aus diesem Grund werden wir Sie vermutlich vor das Haus stellen, wo sie komplett frei stehen wird.
    Wie sollen auch das neue System mit 2 Wärempumpen erhalten.

    Da wir mit Keller bauen, soll die Anlage in den Keller verlagert werden. Acalor schlug eine Verlagerung in einen anderen Kellerraum vor, hierbei hieß es, dass man die Warmwasser Wärmepumpe vom Heizkreislauf losgelöst betreiben kann. Allerdings wollen wir auf den von unserem Hausverkäufer und den aktuell immer noch von Acalor beworbenen Vorteil

    Zitat:
    „Die anfängliche Überhitzung, die bei herkömmlichen Wärmepumpen ungenutzt „verpufft“, wird bei ACALOR eingesetzt, um das Brauchwasser zu erwärmen. Hierzu fliest das Kältemittel im Haus zuerst in außenliegenden Kupferrohren um den Edelstahlspeicher. Dies bewirkt, dass das Brauchwasser OHNE weitere Zusatzkosten auf über 65°C erwärmt wird…“

    nicht verzichten. Angeblich brauchen wir darauf nicht verzichten. Nur wenn ich die verschiedenen Kommentare hier lese, werde ich mir das wohl noch einmal detailliert im Vorfeld bestätigen lassen müssen, um nicht im Nachhinein Unklarkeiten zu haben.

    Ganz nebenbei werden wir zusätzlich einen Kamin mit einbauen, um ganz unabhängig (auch vom Strom) bei kälteren Temperaturen mit einem Stück Holz schnell mal mollige Wärme erzeugen zu können.

    Liebe Grüße und weiterhin gutes Gelingen

    André

    • Hallo André,

      nach unserer Information läuft die Warmwassererhitzung mit dem neuen System mit Brauchwasserwärmepumpe immer unabhängig von der Heizung. Das wurde entkoppelt, weil die Anlage eine höhere Lebensdauer erreicht, wenn sie nicht auch noch für die Wassererhitzung anspringen muss. Das würde ich mir sonst auch auf jeden Fall noch einmal bestätigen lassen.

      Die Verlegung in den Keller würde ich an eurer Stelle auch auf jeden Fall machen, dann habt ihr mit der BWWP weniger Schwierigkeiten, was Geräuschentwicklung angeht.

      Der Schornstein für das Stück Holz ist bei uns auch vorhanden – nur noch kein Kamin, wir müssen auf eine etwas aufgefrischte Kasse warten.

      Viel Erfolg euch!

  4. Hallo Kathrin,

    wir haben noch einmal extra nachgefragt und folgende Antwort bekommen.
    „Jedes Bauvorhaben ist individuell.“…
    „Es ist natürlich richtig, dass Sie die „Überhitzung“ für die Wassererwärmung nutzen sollen. Es war nur ein Vorschlag, da beide Varianten möglich sind…“

    Entkoppelt wird sie nur außerhalb der Heizperiode oder im Kühlbetrieb.

    Zusätzlich wird unsere WP im Aussenbereich noch eine Haube erhalten, um von oben her geschützt zu sein, damit nicht im Winter hier der Schnee drauf liegt. Die Kühlfunktion und Erweiterung der Gewährleistung auf 10 Jahre haben wir auch noch hinzu genommen.

    Die theoretische Absprache mit Acalor im Vorfeld lief sehr gut, nach ein paar guten Ideen werden wir nun alles in einen Kellerraum verlegen und die Wärmepumpe vor unser Haus, zwischen Garten und Einfahrt, stellen. Dort steht sie mit reichlich Abstand frei und sollte niemanden (bis auf unsere Optik) stören.

    PS: Ende September soll unser Haus gestellt werden… 😉

    Liebe Grüße
    André

    • Hallo André,

      das freut mich, dass ihr scheinbar eine gute Lösung für euch gefunden habt! Das ist eigentlich ja genau das, was auch wir an der Firma Acalor ansprechend fanden und noch immer finden. Klasse!
      Ich finde spannend, dass es anscheinend doch noch immer möglich ist, die Überwärme für die Brauchwassererwärmung zu nutzen. Wir werden noch einmal nachfragen, warum das bei uns nicht genutzt wird, und ob das noch änderbar ist.

      Richtung Ende September – ich drücke euch die Daumen, dass es dabei bleibt!

      LG
      Kathrin

      • Hallo Kathrin,

        neu ist auch, dass die Acalor als innovative Wärmepumpe Bafa förderfähig ist.

        Wir haben vor einigen Wochen den Antrag eingereicht und sind mal gespannt in welcher Höhe wir eine Förderung erhalten könnten. Hier kann wohl auch einen Antrag nach der Inbetriebnahme stellen.
        Frag mal bei Acalor nach. 😉

        LG
        André

        • Hallo André,

          das ist ein spannender Tipp – wir haben schon angefangen uns zu erkundigen. Ich sage bescheid, ob es möglich ist, die Förderung nachträglich zu beatragen. Jedenfalls gibt es auf der Seite der Bafa einen Hinweis für nachträgliche Beantragung bis zu 9 Monate nach Inbetriebnahme. Aber ob das für uns Gültigkeit hat, das werden wir erfragen.
          Das würe jedenfalls ziemlich willkommenes Geld.

          Viele Grüße
          Kathrin Rühl

          • Hallo Kathrin,

            von Acalor haben wir alle Unterlagen bekommen und man ist hier sehr hilfsbereit.
            Ich habe zuerst den falschen Antrag an Acalor gesendet.
            Der Antrag vor und nach Inbetriebnahe ähnelt sich.

            Dieser Antrag dürfte für euch der Richtige nach Inbetriebnahme sein:
            http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/waermepumpen/formulare/ee_bfa_wp.pdf

            Allerdings wissen wir bis heute noch nicht, wie hoch die Förderung unseres Bauvorhabens ausfallen könnte. Die Bafa fordert weiterhin einen Qualitätscheck der Anlage nach einem Jahr.
            Dieser Qualitätscheck kostet bei Acalor schon einiges. Ob die Kosten für diesen Check auch vom Bafa übernommen werden, weiß ich leider noch nicht.
            Wir sind mal gespannt was das Bafa fördern würde und ob uns abzüglich der Überprüfung von Acalor noch etwas übrig bleiben würde.
            Schauen wir mal…

            Viele Grüße
            André

  5. Hi Kathrin,
    das wäre spannend zu wissen. Wir haben zeitgleich mit Euch gebaut.

    Btw. die BWWP ist bei uns wirklich „erheblich“ leiser (ich würde aus dem Bauch heraus schätzen 30 %), wenn man die Lüftungsöffnungen mit einem z.B. mit einem Reduzierstück z.B. auf 100 cm setzt (ausm Baumarkt) ggf. mit Schlauch.
    Der Schall dehnt sich nicht voll im Raum aus (und prallt auf alle Fermacellplatten der Nebenräume) und es gibt auch ohne Physikstudium deutlich spürbar weniger Vibration am Lufteingang / Ausgang direkt.

    Wir nutzen die Kühlung jetzt als kleine Klimaanlage und blasen die kühlere Abluft ins Haus zurück. Ab Herbst geht die kalte Abluft dann durch den Wandauslass direkt nach draußen. Mit etwas Steuerung (autom. / manuell) dazu kann man lüftungstechnisch hier sicherlich deutlich optimieren, sowohl in Bezug auf € also auch Lebensqualität (Lautstärke). Direkt darauf angesprochen kam von Acalor da eher wenig. Wir haben es dann mit eigenem Installateur diskutiert und unsere Lösung gefunden (kalte Luft im Sommer drin lassen, sonst rausblasen). Vielleicht ist Acalors Kernkompetenz doch eher die Direktkondensationsheizung und weniger die Lüftungstechnik.

    Mit Strom zu heizen (egal welche Wärmepumpe) finde ich noch immer das langfristig Vernünftigste, wenn man sich die Forecasts zu Speicherpreisen und Photovoltaik zu studiert für die nächsten Jahre. Das bisschen Einspeisung wird dann eher uninteressant (ist es ja heute schon eigentlich).

    • Hallo Heyko,

      das find ich aber interessant!
      Ist das Reduzieren der Lüftungsöffnungen denn einfach so in Ordnung? Ich hätte erwartet, dass die BWWP dann schlechter Luft anziehen kann und das der Leistung schadet. Die kalte Luft im Winter nach draußen zu leiten, wäre in meinen Augen eine ziemlich ideale Lösung. ALlerdings hat unser Haus natürlich keinen Auslass für ein BWWP-Lüftungsrohr – wie ist das denn bei euch? Ist da extra ein Wandauslass angelegt worden?

      Was die Stromgeschichte angeht, da bin ich voll und ganz bei dir!

  6. Haben seit letzter Nacht auch Geräuschprobleme …. Temperatur ca. -8 Grad.
    Anlage seit Anfang 2015 in Betrieb. Eigentlich seeehr zufrieden bisher.
    Haben jetzt auch das Programm umgeschalten …. hatten sonst ECO.

    Woher kommt Ihr ? Wenn man fragen darf ?

  7. Hallo an alle Acalor-Besitzer,
    ich bin erst im März 2017 auf diesen Blog gestoßen – ein Lob an die Inhaber.
    Da wir kurz davor stehen, ein Haus zu sanieren und uns Acalor vom Funktionsprinzip her sehr gut gefällt und auch auf deren Webseite alles schön beschrieben ist, ist dies momentan unser Favorit. Eine erste Beratung vor Ort hat uns ebenfalls positiv gestimmt, zumal der Monteur bzw. der Vertriebler selbst Acalor im eigenen Haus hätte und seit 10 Jahren problemlos damit heizen würde.
    Da es scheinbar auch ein paar Schwachstellen gibt (zumindest in der Startphase), würde mich interessieren, wie ihr alle den letzten Winter erlebt habt, welcher ja mal wieder ein richtiger Winter war, zumindest bei uns im Erzgebirge.
    Wir würden uns freuen, wenn ihr eure aktuellen Erfahrungen niederschreiben würdet, da der letzte Eintrag scheinbar von Juni 2016 ist. Wurde euch das schreiben untersagt, habt ihr die Heizanlagen ausgebaut oder seid ihr inzwischen alle vollauf zufrieden damit. Vielen lieben Dank im Voraus, in der Hoffnung, dass noch jemand im Blog aktiv ist.

  8. Hallo

    Leider können wir nichts positives aus unserer Erfahrung mit Acalor berichten. Wir haben unser Haus im Jahr 2006 gebaut. Haben seitdem nun bereits den 4. Verdichter. Kulanz? Fehlanzeige. Alle 3 Jahre brauchen wir im Schnitt eine neue Pumpe. Das reicht offensichtlich aus Sicht von Acalor, ist ja nach mehr als 2 Jahren Gewährleistung. Kosten dann mal eben 2.000€. Gasflaschen mitbringen? Nicht doch, man kann ja auf Kundenkosten losfahren und 1 Stunde lang Gas kaufen gehen.

    Auch die Verbrauchsrechnung stimmte nicht. Unsere Heizkosten liegen auf dem gleichen Niveau wie bekannte mit einer Gasheizung (vergleichbares Haus)

    Ich würde nie wieder mit Acalor bauen und die Firma auch nicht weiter empfehlen.

    Sven

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