Acalor – Zweiter Montagetermin

Am Mittwoch, 12 Tage nach dem Estrich, kam Acalor zum zweiten Montagetermin. Morgens haben wir abgesprochen, dass es um 16 Uhr eine Einweisung in die Heizung für uns geben würde. Und dann legten die beiden los. Die größte Hürde war dabei wohl, den neuen Brauchwasserspeicher, den die beiden bei uns zum ersten Mal verbauten, in unser Haus zu bekommen. Kurz vor der ersten Montage bei uns hatte es ja die Neuigkeit gegeben, dass absofort eine Brauchwasserwärmepumpe in die Anlage integriert wird. Dadurch wird das Brauchwasser in der Übergangszeit erwärmt, ohne dass die gesamte Acalor anspringen muss. Davon kann man sich zum einen eine Stromersparnis erhoffen. Zum anderen gab es wohl den Verdacht, dass durch das bisherige System die Lebensdauer der Anlage verringert wird.

Also, wir bekommen jedenfalls mit als erste dieses neue System, und so müssen 130kg Brauchwasserspeicher ins Haus. Die Jungs überlegten, bauten Rampen und bugsierten den Koloss nach und nach an seinen Platz. Dann trennten sie sich, einer montierte das Innen-, einer das Außengerät der Anlage.

Im Innenbereich bekam der Brauchwasserspeicher zunächst an der Rückseite noch einige Installationen. Dann wurde er gedreht und bekam seinen endgültigen Platz. Direkt daneben wurden die bereits vorhandenen Kupferrohre der einzelnen Heizkreise miteinander verlötet, was dann die Grundlage unseres Heizkreisverteilers darstellt. Der bekommt dann noch eine Menge Isolierung und einen schönen weißen Kasten, und schon sieht alles ordenlicht aus:

 

Das letzte Bild zeigt die Ansicht, wenn man von der Küche durch die Tür in den HWR schaut. Leider steht der eigentlich jetzt einem Kühlschrank ähnlich sehende Brauchwasserspeicher bei uns um 90 Grad gedreht. Hier scheint zu kollidieren, dass anfangs alles für das alte Gerät geplant wurde, wir nun aber das neue eingebaut bekamen. Durch die Position der Anschlüsse war es nicht möglich, die Rückseite der Acalor auch wirklich nach hinten zu drehen.

Der zweite Monteur war beinahe den ganzen Tag draußen zu Gange. Zunächst wurde der Fuß für die Wärmepumpe gesetzt, dann in mühsamer Kleinarbeit das Innenleben der Acalor zusammengelötet. Irgendwie hatte ich erwartet, dass es eine Art Fertigbauteil gibt, das nur noch angebracht werden muss. Aber es waren doch noch ziemlich viele Stellen von Hand anzubringen. Erst ein Gewirr aus Kupferrohren, dann eine Menge Elektronik. Zuletzt bekam der Schrank noch von allen Seiten eine Schallisolierung, da der Kompressor der Anlage ebenfalls Geräusche macht, die man ja möglichst wenig hören möchte.

Und jetzt läuft unsere Heizung. Wie vereinbart bekamen wir um 16 Uhr eine Einführung in die Heizung. Die Steuerung funktioniert über das Raumthermostat. Dort kann man verschiedene Betriebsarten einstellen, kann die Gesamttemperatur im Haus regulieren und sieht immer, welche Temperatur gerade das Ziel der Anlage ist und welche tatsächlich gemessen wird. Außerdem signalisiert ein kleines rotes oder blaues Licht, ob gerade gekühlt oder geheizt wird – wenn die Heizung gerade nicht arbeitet leuchtet auch nichts. Wir finden das erstmal gut übersichtlich und anwenderfreundlich.

Im HWR bekamen wir dann noch eine Bedienungsanleitung für die Brauchwasserwärmepumpe in die Hand gedrückt. Der echt freundliche Monteur versuchte uns noch ein wenig zu erklären, allerdings kauft Acalor die Anlage zu, so dass er uns dann doch immer wieder auf die Betriebsanleitung verwies. Wir sind ja des Lesens mächtig, ist also nicht schlimm.

Allerdings waren wir beim ersten Testlauf ziemlich schockiert über das laute Geräusch, dass die Anlage von sich gegeben hat. Unser HWR liegt ja direkt neben Küche und Wohnraum, dieses Geräusch würde man definitiv hören, auch bei geschlossener Türe. Allerdings fand der Testlauf ja noch ohne Wasser in der Anlage statt, so dass wir erstmal abwarten, wie es denn mit Wasser klingen wird.

In den Rohren der Acalor selbst entstehen während des Nachheizens, also immer dann, wenn auch draußen die Wärmepumpe tätig ist, Fließgeräusche. Auch diese werden scheinbar mit steigender Temperatur im Haus leiser. Bereits zwei Tage nach Installation haben wir dies als ein ganz normales Betriebsgeräusch einer Heizung wahrgenommen.

Zuletzt wurde noch das Estrichprogramm aktiviert. Dieses heizt ca. 2°C pro Tag auf und will 30°C erreichen. Damit sagt uns unser Raumthermostat bereits zu Beginn, dass unser Estrichprogramm eine Restdauer von ca. 200 Stunden hat.

An dieser Stelle sei noch einmal lobend erwähnt: Die Mitarbeiter der Firma Acalor waren wirklich durchwegs sehr freundlicht, haben ganz geduldig auf viele Fragen und auch ständiges Fotografieren reagiert. Mit viel Ruhe wurde die Heizung installiert, und der gesamte entstandene Abfall wieder mitgenommen. Wir sind wirklich sehr zufrieden.

 

Na, dann kann es ja jetzt warm werden!!

 

14 Gedanken zu „Acalor – Zweiter Montagetermin

  1. Ah, das ist ja superspannend zu verfolgen! 🙂
    Danke für die vielen detaillierten Einblicke, die sind für Bauherren in spe sehr spannend.

    Unser Danhaus geht nächstes Jahr an den Start, aktuell warten wir auf die Genehmigung des Bauantrags. Wir haben uns übrigens ebenfalls für Terca Cienna mit dunklen Fugen entschieden.

    Wisst ihr schon, wie ihr die Acalor etwas kaschiert? Wir mussten bei uns kurzfristig etwas umplanen und das Haus drehen, sodass die Acalor nicht wie geplant hinter dem Haus zu stehen kommen wird, sondern im Eingangsbereich… eine Zierde ist das Ding ja leider nicht gerade. Und für eine Hecke außenrum fehlt uns an der Stelle der Platz. Wie löst ihr das?

    Toi toi toi und gutes Gelingen weiterhin, ich hab euer Blog gleich mal abonniert! 🙂

    Liebe Grüße
    Anne

    • Hallo Anne,

      freut mich, dass dir der Blog hilft!
      Ich drück euch die Daumen, dass mit dem Bauantrag alles möglichst schnell geht. Vom Terca Cienna mit genau dieser Fuge sind wir total überzeugt und würden sie immer wieder nehmen.

      Wir haben vor, Begrünung um die Acalor zu pflanzen. Eine Hecke geht, oder Tujen vielleicht. Ich könnte mir aber auch gut vorstellen, Rankgitter aufzustellen, und die Anlage von Efeu umranden zu lassen. Wein mag ich auch, aber das versteckt nur im Sommer. Einfache Holzverkleidung darum stellen gefällt mir auch nicht, wäre aber gerade vor dem Haus evtl auch mit einer Umhausung für die Mülltonnen kombinierbar, wenn die Stelle passt.
      Ihr könnt vom HWR 9 Meter Abstand haben – vielleicht kommt ihr damit ja rum, um die Hausecke? Vor dem Haus ist die Acalor wirklich kein Schmuchstück…

      Viel Erfolg!!

      LG
      Kathrin

  2. Moin zusammen!

    Wie wäre es mit Gabionensteinen bei engen Platzverhältnissen? Die könnte man bei Bedarf auch beranken lassen und dämmen zudem den Schall der Anlage.

    Grüße!

    • Hallo Nachbar!
      Bei Gabionensteinen weiß ich gar nicht genau, ob die Luftdurchlässig sind… Das müssten sie ha sein.
      Aber grade vor dem Haus fände ich die auch ne gute Lösung…

      Bei uns wird es wohl eher was grünes werden.

      LG

    • Hallo Frau Müller,
      das war bei uns gar kein Problem. Wir hatten bereits vorher per Telefon angekündigt, direkt bei Acalor, dass uns eine persönliche Kommunikation vor Ort zur Festlegung wichtig ist. Als der Montagetermin dann anstand (der erste) waren wir vor Ort und haben den Platz gemeinsam ausgesucht – und genau da steht sie jetzt auch.
      LG

    • Hallo Frau Rehberg-Müller,
      den Einbau des Kühlsystems hatten wir mit Danhaus und Acalor kommuniziert – lief völlig problemlos.
      Wenn das aber vergessen worden wäre, wäre ja selbstverständlich, dass dieser Fehler behoben würde.

      LG
      Kathrin

  3. Hallo,
    vielen Dank für die Arbeit die ihr euch mit dem Blog macht! Bei mir steht im Moment auch die Entscheidung für die Heizung an.
    Mir gefällt das System Acalor vor allem vom Prinzip her sehr gut, aber ich habe inzwischen doch auch schon viele negative Berichte gelesen, u.a. auch von euch hier: https://www.instagram.com/p/BAJdfuEndmU/?taken-by=hauptsache_haus_de
    Wie ist das denn noch ausgegangen? Würdet ihr euch im Moment wieder für eine Acalor entscheiden?

    Danke,
    Daniel

    • Hallo Daniel,
      hm, das ist eine schwere Frage. Ich werde versuchen in den nächsten Tagen noch einen Beitrag dazu zu veröffentlichen. Insgesamt sind wir im Moment nicht sehr zufrieden, es ist die einzige Ecke am Haus, mit der es bisher eigentlich nur Probleme gab. Trotzdem hoffen wir im Moment noch darauf, dass sich das gibt, Acalor bemüht sich jedenfalls.
      LG
      Kathrin

  4. Hallo!
    Mich würde interessieren ob die lauten Geräusche bei der Aufbereitung von Warmwasser tatsächlich viel leiser geworden sind. Mit was für einem Geräusch könnte man es vergleichen? Unsere neue Acalor steht ebenfalls im HTR neben Küche und Wohnbereich und wir empfinden es als unglaublich laut. Mittlerweile hat man uns eine Dämm-matte darunter gelegt, doch selbst das hat nicht viel genützt. Ich würde mich sehr über Antworten freuen, wir sind echt verzweifelt und total unglücklich. Wir wohnen in einem Neubaugebiet und haben von allen die lauteste Heizung. Ein normales Film schauen oder gemütliches Kaffee trinken in der Küche oder WZ ist während der Warmwasseraufbereitung nicht möglich:-(.

    • Hallo Nadia,

      tut mir leid, dass ihr auch solche Probleme habt. Und nein, die Brauchwasserwärmepumpe an sich ist nicht leiser geworden. Bei uns lief es ähnlich, wie bei euch. Durch die Schallschutzmatte wurde ein Teil der Geräusche gedämpgt, aber eben nur ein Teil.
      Ich werde dieses Wochenende noch einen Beitrag zur Acalor schreiben, wahrscheinlich beantwortet der deine Fragen.
      Aber euren Frust kann ich gut verstehen, uns geht es etwas ähnlich. Wann wurde die Heizung denn bei euch eingebaut? Und seit wann wohnt ihr im Haus?

      LG
      Kathrin

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