Baufortschritt Woche 4 – – – Ausgezimmert!

Woche vier ist auch schon vorbei! Und damit konnten wir uns von unseren Zimmerleuten verabschieden. Vier Wochen, geprägt von Kettensägen und Druckluft-Naglern sind wie im Flug vergangen. Zuerst zu dritt, dann nur zu zweit und in wöchentlich wechselnder Besetzung haben die Jungs durchwegs super gearbeitet. Von Schwierigkeiten haben wir nichts mitbekommen, alles schien wie geschmiert zu laufen. Und sogar der Bauherren-Sonderwunsch, die Klimmzugstange an der Decke, wurde am letzten Tag noch umgesetzt. Vielen Dank dafür!!

Kurzer Exkurs zum Thema Deckenmontage: Die Klimmzugstange trägt üblicherweise ca. 300kg. Die Stange – die Decke leider nicht. Fertighäuser allgemein sind nicht zur tragenden Deckenmontage gedacht. Bei Danhaus laufen außerdem durch die Decke sämtliche Elektroinstallationen – da birgt es dann noch ganz andere Gefahren, die Decke anzubohren. Insgesamt stört uns das gar nicht — wenn da nicht die Klimmzugstange wäre. Erschwerend hinzu kommt noch, dass unsere Decke im Obergeschoss ja „nur“ 2,40m Deckenhöhe hat. Der Klimmzugstangen-Nutzer ist 1,98m groß. Auch das lässt schon nicht viel Spielraum.

Im Vorfeld haben wir also genau nachgemessen, wie viel Höhe denn für die einzelnen Übungen zwingend benötigt wird. Und letztendlich wurde eine zweite Klimmzugstange gekauft, besser zu den Gegebenheiten passend und natürlich um von der Montage bis zum Umzug nicht auf das Training verzichten zu müssen — JA, der Bauherr LIEBT seine Klimmzugstange!

Die Zimmerleute haben glücklicher Weise eine Möglichkeit gefunden, das gute Stück an der Decke zu befestigen. Zwar kam im gesamten Zimmer nur ein einziger Platz wirlich in Frage, denn es muss ja auch noch ein tragender Balken getroffen werden, und die Abstände der vorgesehenen Löcher müssen auch hinkommen. Am Ende hängt das Ding aber. Die Bauherrin kann jetzt leider nicht mehr den geplanten Schrank stellen, denn da ist die Stange im Weg — aber hey, „wenns schee macht“ 🙄

Das war so ziemlich die letzte Amtshandlung unserer Zimmerleute. Wir haben unsere Baustelle am Donnerstag leergeräumt und gefegt vorgefunden. Restliches Holz lag jetzt vor der Tür, auf dem Boden stand nichts mehr rum.

Unser Treppenhaus hat noch ein Geländer bekommen, um die Absturzgefahr zu beseitigen. Jetzt wirkt alles schon richtig fertig:

Die treppe auf den Dachboden hat ihren Platz gefunden und dort oben wurden auf 3m Breite Dielen verlegt. Ich finde, es ist ein halber Tanzsahl – na gut, nicht sehr hoch, man kann nur krabbeln. Aber die Hausfrau in mir war ziemlich begeistert über die Menge an Stauraum, die sich dort findet. Am hinteren Ende findet sich noch die Ausstiegsluke für den Schornsteinfeger, mit einer kleinen Treppe. Außerdem lagert dort im Moment die Schornsteinabdeckung. Auf der anderen Seite läuft eines der Abluftrohre entlang.

Am Dienstag war die Firma Göllner Klinkerbau vor Ort und hat rund ums Haus Bitumen-Dichtungsbahnen angebracht, das dichtet ab gegen Nässe. Wir vermuten, dass das zum Standardverfahren nach entsprechender DIN Norm gehört, sind uns aber nicht sicher, weil wir ja auch die Sockelabdichtung extra dazu gekauft haben. Eigentlich sollte dann ab Mittwoch geklinkert werden – nur leider regnet es seitdem wie aus Eimern, so dass das bisher nicht möglich war. Das Wetter soll auch weiterhin erstmal unbeständig bleiben, wenn auch nicht mehr so schlimm. Wir sind gespannt, wann es losgehen kann.

Der fehlende Kopf für unseren Schornstein wurde mittlerweile auch geliefert und wartet auf seinen Einbau.

Abgesehen davon haben wir uns am Montag noch einmal mit unserem Bauleiter Herrn G. auf der Baustelle getroffen. Dabei konnten wir in Ruhe gemeinsam die Unklarheiten besprechen, die sich ergeben hatten. So war unsere Sorge, am Schornstein sei die Frischluftzufuhr auf der falschen Seite gelandet, unbegründet. Die Klappe, die wir für die Frischluftzufuhr gehalten hatten, hat einen anderen Zweck. Die eigentliche Frischluftzufuhr wird erst bei Fertigstellung des Schornsteins eingebaut werden. Für die bisher fehlende dreifach-Verplankung unseres Treppenhauses hat Herr G. noch gesorgt. Der Raumthermostat, der beim Montagetermin von Elku an der falschen Stelle gelandet war, wird noch geändert werden. und auch die Leitung, die im Moment noch im HWR an der falschen Stelle liegt, wird noch verlegt. Also: Alles entweder kein großes Problem oder wir waren einfach zu früh dran, mit unserem Alarm. Wir konnten also wieder beruhigt abziehen.

Den Rest der Woche war dann Ruhe auf der Baustelle. Wir haben die Zeit genutzt, um uns Angebote für Pflasterarbeiten bzw. das leider notwendige Setzen der L-Steine im Carport-Bereich einzuholen. Außerdem wurde klar, dass aufgrund der Lage der Kanalanschlüsse auch die Verlegung der Entwässerungsleitungen teuerer werden wird, als geplant. Langsam kommen wir damit in punkto Budget an den Rand des Möglichen und müssen überlegen, ob wir nicht auch erst einmal ohne z.B. Pflasterarbeiten auskommen können.

Außerdem haben wir gemeinsam mit unserem Fliesenleger die Abkofferung für die Dusche und die Badewanne im Dachgeschoss erstellt und auch mit ihm einen Zeitplan durchgesprochen.

Insgesamt gesehen ist der Umzug wohl grob rund um den Jahreswechsel zu planen. Vor Weihnachten könnte ein wenig eng werden.

 

Damit haben wir beim Innenausbau den ersten großen Meilenstein geschafft. Ab hier werde ich auch wieder aufhören, Wochenweise zu berichten, und lieber die einzelnen Gewerke beschreiben.

 

 

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