Grundstücksbesichtigung mit unserem Bauleiter

Wir hatten bei Danhaus darauf gedrungen, dass sich unser Bauleiter, Herr S., frühzeitig bei uns meldet – um in unserem derzeitigen Urlaub auch ein bisschen was geschafft zu bekommen. Das hat letztendlich auch geklappt. Also haben wir uns gestern mit ihm an unserem Grundstück getroffen.

In jedem Fall scheint es sich zum Standard zu entwickeln, dass wir nach Terminen mit am Bau beteiligten Menschen völlig qualmende Köpfe haben, weil es wirklich viel Infos in wirklich kurzer Zeit sind. Etwa eine Stunde hats gedauert. Ich kann eigentlich mitschreiben nur empfehlen – allerdings hat Herr S. uns versprochen, dass wir das ganze noch einmal als Protokoll zugeschickt bekommen. Wir sind gespannt, wie ausführlich das dann sein wird.

Einige wichtige Infos waren dann doch dabei:

Der Kran für die Richtung wird auf unserer zukünftigen Einfahrt stehen. hierfür wünscht sich Herr S. eine Fläche von 7,5×7,5 Meter, was bei uns bedeutet, dass der Kran gut 2m auf der Straße stehen, wird. Gut, dass die das Ende einer Sackgasse ist, und so vermutlich nur vier Nachbarn direkt betroffen sind. Und ja ohnehin nur für einen Tag. So schnell soll es gehen. Allerdings müssen natürlich alle Nachbarn informiert werden (was wir sowieso vor hatten) und auch die Gemeinde muss darüber bescheid wissen, auch für den Fall, dass irgendwie ein Schaden an der Straße entsteht.

Außerdem müssen wir die gesamte Straße bis zur Hauptstraße mit eingeschränktem Halteverbot versehen lassen, damit das Durchkommen der LKW im Wohngebiet gesichert ist. Wir sind gespannt, was uns das kosten wird. Fakt ist: Wenn die LKWs z.B. nicht durch die Straße kommen und dadurch Verzögerung entsteht, müssen wir den dadurch entstehenden Schaden tragen. Das ist also kein ganz unwichtiger Punkt.

Anschließend haben wir über die Poisitonen und Anschlusszeitpunkte für Baustrom und Bauwasser gesprochen. Wo und wie genau angeschlossen wird ist noch unklar, jedenfalls wissen wir jetzt, wie Standrohre am Hydranten funktionieren. Neues Bauherren Wissen.  Ziemlich schnell ist aber klar: Wir müssen organisieren, dass alles da ist, wenns gebraucht wird. Klappt etwas nicht, entstehen Verzögerungen, für die wir Rechnung tragen. Problem dabei ist: Wann der Aufstelltermin ist, das wird uns keiner so richtig sagen können, bis kurz bevor es so weit ist. Herr S. meinte, er bekomme zwar regelmäßig Richtlisten, interessiere sich aber nur für die der nächsten zwei bis drei Wochen, alles andere verschiebe sich immer zu stark. Es kann also gut sein, dass wir frühzeitig organisieren müssen, um kein Verzugsrisiko einzugehen, dass wir gleichzeitig dann aber auch noch ne Verschiebung bekommen – und dann länger Miete für den Anschluss bezahlen müssen.

An dieser Stelle kommt bei uns (schon wieder) die Frage auf, warum die Organisation dieser Dinge eigentlich durchwegs unsere Aufgabe ist. Wir haben den Eindruck, dass Danhaus tatsächlich nur wenig von den nötigen Abstimmungen mit z.B. Behörden übernimmt. Dabei war das eigentlich für uns einer der Gründe, ein Fertighaus zu bauen, dass wir mit all diesen Dingen möglichst wenig zu tun haben wollten. (Vertan, sprach der Hahn….. ). Das ist für zwei voll Berufstätige mit eher mäßig freier Zeitgestaltung tagsüber schon eine echte Herausforderung. Aber, die Bauherrin ist ja ein Organisationsgenie 😎 – das klappt schon!

Die Bauleiter von Danhaus sind immer regional zuständig – so steht es auch immer in den Werbeprospekten. Allerdings ist die „Region“ in diesem Fall ganz schön groß und reicht über den Großteil des deutschen Nordens., womit (in unserem Fall) auch das südliche Niedersachsen gemeint ist. Herr S. meinte, das sei eben für uns viel Rumtelefoniererei. Uns stört eher die Flüsterpost und die größere Gefahr als Laie dabei etwas falsch zu machen oder zu übersehen.

 

Insgesamt war unser Ersteindruck ein guter. Herr S. war freundlich und wirkte sehr kompetent. Er signalisierte breite Erreichbarkeit auch zu randgelegeneren Uhrzeiten, wenn es denn Probleme geben sollte. Mit den Danhaus-Abläufen schien er vollkommen vertraut.

So erfuhren wir auch, dass nicht immer gleich ist, wie lange der Innenausbau bei einem bestimmten Haustyp dauert. Zum einen ist das von Erkern, Gauben usw. abhängig. Das war klar. Zum anderen aber hat Danhaus scheinbar sehr verschieden arbeitende und verschieden große Zimmermann-Trupps. Das variiert scheinbar von Tätigkeit Montag bis Donnerstag einer Woche bis hin zu 14 Tage komplett durchgehend, bishin zu Frage, ob mit zwei oder vier Mann gewerkelt wird. Welcher Trupp zu uns käme, das sei zufällig, könne man nicht beeinflussen.

Ein paar grundsätzlche Abläufe wurden auch noch geklärt. Unseren Regenwasseranschluss sollen wir erst nach dem Verklinkern und vor den Hausanschlüssen legen lassen. In der Trockenzeit wird genug Zeit dafür sein. Schaun wir mal, ob das alles so funktionieren wird. Die Kurze Anmerkung, dass bei einer weiteren Verschiebung des Bauvorhabens beim Verlegen der Hausanschlüsse auch schon Frost im Weg sein könnte, die haben wir erstmal dringend zu ignorieren versucht…

Als nächstes stehen jedenfalls die Erdarbeiten an. Hierzu müssen wir uns ein Unternehmen aussuchen. Dann wird es eine direkte Absprache zwischen Vermesser, Fundamentbauer und Erdbauer geben, wie genau gearbeitet werden soll. Das wenigstens ist klar und beruhigt uns ein ganzes Stück.

 

Unser Kopf qualmt jedenfalls noch immer, trotzdem hatten wir endlich mal wieder das Gefühl, dass sich etwas tut (auch, wenn sich tatsächlich ja nichts getan hat). Es war auch schön, mal wieder mit jemandem persönlich über alles reden zu können, und das auch noch am Ort des Geschehens. Eine echte Rarität.

 

Heute waren wir dann noch bei unserem Verkäufer im Musterhaus und haben zum besseren Verständnis alles nochmal durchgesprochen. Er hat sich wiedermal geduldig zwei Stunden Zeit für uns genommen,  und Abläufe erklärt, Frust abgefangen und so die qualmenden Köpfe gekühlt.

Auf dem Rückweg sind wir dann am Grundstück vorbei gefahren. Dort hatten wir letzte Woche den Zaun entfernt, dessen Überreste aber erstmal liegen bleiben müssen. Dabei sind auch Löcher entstanden, weswegen Herr S. geraten hatte, ein bisschen für Sicherheit zu sorgen. Das ist erledigt.

Wenigstens ich werde durch die ersten kleinen Handgriffe auf dem Grundstück (wir haben auch einmal gemäht!) irgendwie vertrauter damit. Langsam wird es auch gefühlt unseres. Das gibt einen Vorgeschmack darauf, wie es sich im eigenen Häuschen anfühlen wird.

3 Gedanken zu „Grundstücksbesichtigung mit unserem Bauleiter

    • Hi Jessica,

      wo in Niedersachsen baut ihr denn? Habt ihr euch mittlerweile schon für eine Hausbaufirma entschieden?
      Wenn es Danhaus werden soll, können wir auch gerne nochmal telefonieren, für ein paar Tipps 😉

      Viel Glück euch schonmal!

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