Der Estrich ist da!

Freitags in der fünften Woche kam dann auch noch der Estrich zum Einbau. Auch dieser war einige Tage später erst geplant, so dass nocheinmal Zeit gewonnen wurde. Insgesamt sind wir damit etwa 2 Wochen vor dem eigentlichen Zeitplan. Das freut das Bauherrenherz.

Donnerstag Abend hatten wir uns eigentlich zur Begutachtung des Fortschrittes bei den Klinkerarbeiten auf der Baustelle verabredet. Unterwegs bekam ich den Anruf unseres Bauleiters, der Estrichsand sei schon geliefert, morgen werde der Estrich eingebaut. Er teilte mir auch den geplanten Platz für den Estrichsand mit. An der Baustelle angekommen zeigte sich, dass der Fahrer des Sand-LKWs noch zögerte. Der geplante Platz zum Abladen der 18 Tonnen Sand war aufgrund der engen Straßenverhältnisse für ihn nicht erreichbar. Da auf der Baustelle alles voll stand war die Alternative, alles einfach auf die Straße zu kippen. Keine gute Lösung für unsere Nachbarn. Also packte die Bauherrin mit an, und wir haben kurzer Hand einen Teil des Grundstücks von noch zu verarbeiteten Dämmmaterialien und übrigen Paletten befreit, so dass dort abgekippt werden konnte.

Eine enge Rangierkiste war es trotzdem – die kleine Sackgase und die Materialien der Klinkerbauer sorgten dafür. Und eine Rutschpartie auch, beinahe wäre der LKW rückwärts auf das Grundstück und den Bauwasseranschluss gerutscht. Am Ende lag der Sand – und begrub unseren Bauwasseranschluss beinahe.

Am Ende lag der Sand – schön auf unserem Grund – und der Fahrer verabschiedete sich zufrieden. Kurze Zeit später erhielt ich einen Anruf von der Estrichfirma. Der Herr erklärte, er wolle mir nur mitteilen, dass morgen der Estrich eingebaut werde. Dafür sei heute schon der Sand geliefert worden. Das Problem sei nur, dass unsere Nachbarn nun vermutlich etwas sauer seien, weil der Sand auf der Straße abgeladen worden sei und die jetzt nur noch schwer rauskämen. Ich konnte ihm dann erklären, dass wir mit etwas Aufwand eine andere Lösung gefunden hatten. Aber als Info an die Bauherrin wäre es ja ohnehin zu spät gewesen.

Am nächsten Morgen ging es dann los. bereits um kurz nach sieben wurde die die restlichen Materialien für den Estrich geliefert und die Mischpumpe aufgebaut. Diesmal in unserer Abwesenheit – und natürlich stand sie prompt mitten auf der Straße vor der Einfahrt unserer Nachbarn. Gut, dass die nur mit einem wirklich kleinen Auto raus mussten – alles andere wäre einfach nicht mehr gegangen.

Die Arbeiter verlegten den Schlauch von der Pumpe zunächst ins Obergeschoss, und dann ging es auch schon los. Wir bekommen einen Schnell-Estrich eingebaut, um die Trocknungsphase zu beschleunigen. Vom einzigen gesprächigen Menschen der Truppe konnte ich noch erfahren, dass dieser etwas komplizierter einzubauen ist, als normaler Estrich, dass wir dafür schon nach zwei Wochen darauf würden fliesen können. Na, schauen wir mal.

Kurz vorher konnten wir noch einmal einen Blick ins Haus werfen. Dort fanden wir mehrere ziemlich verbogene Heizungsrohre. Acalor hatte uns darauf hingewiesen, man könne auf den Rohren laufen, aber eben etwas mit Vorsicht. Das interessiere die etwas grobmotorische Truppe der Estrichleger scheinbar wenig. Auch fanden sich zwei leere Cola-Dosen im Erdgeschoss – der beträchtliche Restinhalt einer davon ist jetzt in unseren Estrich mit eingebaut.

Nichts desto trotz, der Estrich floss. Bei Rückkehr auf die Baustelle ca. 6 Stunden später war die Truppe beinahe fertig. Im Erdgeschoss konnten wir durch die Fenster noch das Glätten beobachten. Dabei bewegt sich der Estrickleger auf zwei großen Styroporplatten nach und nach durchs Haus und Glättet mit einem langen Werkzeug alles von Hand.

Währenddessen räumten die anderen beiden Mitarbeiter draußen bereits auf. Unser armer Nachbar konnte mit seinem Auto größeren Auto noch immer nicht in seine Einfahrt und musste seine Reifen ausgerechnet an diesem Tag verladen – und bekam dabei dann auch noch eine Dusche vom „aufmerksamen“ Mitarbeiter der Estrichfirma, der genau in diesem Moment die Mischpumpe mit Druck reinigte.

Immerhin hat auch diese Firma unsere Baustelle sehr ordentlich verlassen. Zurück bleibt nur der Rest des großen Sandberges. Den Estrich dürfen wir nun zwei Tage nicht betreten, dann beginnt unser Lüftungs-Auftrag. Und dann sind wir wirklich wirklich gespannt, ob der Estrich gut ausgeführt ist. Wir wollen ja Holzoptik-Fliesen mit 1 Meter Kantenlänge verlegen und unser Fliesenleger hat schon deutlich gemacht, dass da viel auch vom Estrich anhängt.

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