Bodenfliesen, Bäder und Begeisterung!

So…. es gab eine längere Blogpause. Dafür sind wir mittlerweile umgezogen und es ist etwas Ruhe eingekehrt, so dass ich jetzt auch die noch fehlenden Berichte nachreichen kann. Los gehts mit den Gewerken für Fliesen und unsere Sanitärobjekte. Beides hatten wir bei Danhaus rausgenommen und an eine Firma unserer Wahl – Screentec GmbH aus Seelze – vergeben. Bereits von Beginn an hatten wir dort wirklich tolle Beratung bekommen, vor allem auch unsere Badplanung kam so zustande.

Mitte November war unser Bau dann so weit fortgeschritten, dass das Fliesenlegen beginnen konnte. Noch während des Estrichprogramms wollte er die Wandfliesen in den Bädern anbringen. Etwa zeitgleich sollten Malerarbeiten stattfinden, hier war die Koordienation zwischen beidem am Ende nicht ganz leicht. Das lag unter anderem daran, dass unser Fliesenleger wohl anfangs zwei Baustellen parallel hatte, und er aufgrund des Chaos‘ im Außenbereich wegen des Schmutzwasseranschlusses nicht so richtig gut ins Haus kam. So hat er in den ersten beiden vereinbarten Wochen außer Anliefern noch kaum was gemacht. Anfang der dritten Woche wuchsen dann die Wandfliesen, zuerst im Bad oben, später dann auch unten.

Mittlerweile hatte sich auch herausgestellt, dass die bestellten Fliesen des Programms Logwood der italienischen Firma Dom Ceramiche keine gute Qualität hatten. In der ersten Lieferung waren über den Meter länge Biegungen von über 0,5cm vorhanden, was unseren Fliesenleger, den wir als sehr ordentlich und gewissenhaft erlebten, ablehnte. Laut Fliesenstudio sei die Qualität bei diesem Hersteller im Normalfall kein Thema. So ging diese Lieferung zurück, 4 Wochen warten auf Lieferung zwei. Diese sollte am 27. November kommen.

Das hat auch gut geklappt, Gott sei Dank war die Qualität der zweiten Lieferung auch besser. Beim Verlegen der großformatigen Bodenfliesen – 99,5cm lang – nutzte unser Fliesenleger das Mittelbettverfahren und sogenannte Zuglaschen zwischen den Fliesen, mit dem Ziel, dass die Fliesen auch wirklich gut flach nebeneeinander liegen und es keine Höhenunterschiede an den Kanten gibt. Weil unsere Fliesen aber auch noch Unebenheiten auf der Oberfläche haben, um die Holzoptik zu stärken war das gar nicht so leicht. Weitgehend ist es trotzdem sehr gut gelungen, wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Diese Feinheit ist – neben allem anderen, was bestimmt schwierig ist – einer der Punkte, warum wir froh sind, das nicht selbst gemacht zu haben. Das hätten wir bestimmt nicht so gut nivelliert bekommen.

Unsere Bodenfliesen wurden versetzt immer im Wechsel der beiden Formate verlegt. Zunächst legte der Fliesenleger den ganzen Boden an der Dehnfuge zwischen Erker und Esszimmer an, so dass diese in der Fliesenfuge verschwand. Zufällig kam es dann so aus, dass die Dehnfuge zwischen Essen und Wohnen ebenfalls genau in eine Fliesenfuge fiel. Das war ganz schön Glück. Die restlichen kleinen Dehnfugen in den Türbereichen wurden von ihm verdübelt, so dass man auch diese nicht mehr sieht. Unser Fliesenboden sieht damit aus, wie komplett an einem Stück verlegt, es gibt unten keine Unterbrechungen. Das gefällt uns sehr gut!

Rund um die Tür und Fensterelemente wurden dann noch Acryl-Fugen eingebracht, so dass es hier auch einen ordentlichen Abschluss gibt. Im Erker zeigte sich allerdings, dass die Fenster dort so tief sitzen, dass man nicht mehr an die Fugen dran kommt. An allen anderen Wänden werden wir selbst als Abschlüsse noch Fußleisten aus Holz setzen, in weiß. Wir haben uns bewusst gegen Sockelleisten aus Fliese entschieden. Von allen Seiten wurde uns davon abgeraten, weil sich so ein Haus in Holzständerbauweise doch noch ganz schön setzt, in der ersten Zeit, und wir große Lücken zwischen Sockel und Fußboden befürchten.

Als dann das Verfugen folgte waren wir zunächst ziemlich skeptisch. Uns war zu einer wirklich dunklen (anthrazitfarbenen) Fuge geraten worden. Und ja, die fällt zwischen unseren eichefarbenen Fliesen schon gut auf. Dennoch, wir hatten die Befürchtung auf hellen Fugen schnell Laufwege und in der Küche z.B. Fettspuren sehen zu können. Von der dunklen Fuge erhoffen wir uns, dass sie deutlich länger wie neu aussieht.

In jedem Fall sind wir von unseren Fliesen (und auch von der Fuge) wirklich total begeistert. Alle Bodenfliesen sind aus dem selben Programm, allerdings im Erdgeschoss in der Farbe „beige“, im Bad oben in „nut“. Beide Böden sehen einfach nur richtig gut aus. Die Holzstruktur kommt toll raus, in den Fliesen wiederholen sie die Muster (z.B. Astlöcher) nicht regelhaft, was mir sehr wichtig war. So sieht der Boden einem Echtholzboden wirklich zum verwechseln ähnlich. Auch beige war eine gute Entscheidung. Ursprünglich wollten wir einen Ton heller nehmen, allerdings braucht unser ohnehin helles Haus das farblich nicht, und in beige ist der Boden wirklich vollständig unempfindlich gegen Dreck. Wir sind begeistert!!!!

Im Bad oben haben wir noch eine kleine Besonderheit: Wir haben nämlich Granit verbauen lassen. Die Fensterbank, die Ablage neben der Wanne, die Sitzbank in der Dusche und die Stirnseite der Duschabmauerung sind jeweils mit 2cm dicken Granitplatten in der Farbe „tan brown“ belegt. Das war ebenfalls ein Tipp unseres Fliesenlegers. Diese Flächen lassen sich wirklich toll sauberhalten und sehen sehr wertig aus. Auch zur Holzoptik auf dem Boden passt das gut. Bezahlbar war es übrigens auch.

Außerdem ist es gelungen die Duschwanne sehr sehr flach einzubauen, so dass sie eher noch ein wenig tiefer sitzt als die Fliesen. So entsteht sogar eine kleine Schwallkante. Aus unserer Sicht der Idealfall. Die schöne große Badewanne steht auch schön tief, da dank der vorherigen Aussparungen kein Estrich darunter ist. Die Revisionsklappe der Wanne sieht man im fertigen Zustand kaum noch.

Im Bad unten gab es dann noch eine etwas blöde Überraschung. Der vom Danhaus-Estrichleger miterstellte Gefälleestrich für unsere verflieste Dusche hat leider kaum Gefälle. Es reicht jedenfalls nicht, um die Dusche aus unseren Fliesen zu gestalten. Daher mussten wir hier spontan umdisponieren. Auf Empfehlung unseres Fliesenlegers – wir haben ja gelernt seinen Tipps zu vertrauen – haben wir dort jetzt einen Steinteppich. Dieser ist pflegeleicht und man rutscht darauf gar nicht aus, was auch für den Vierbeiner gut ist, der dort ja immer gesäubert werden soll. Am Ende sind wir mit dem Material des Steinteppichs sehr zufrieden – nur die Farbe, bei deren Auswahl wir nur ein kleines Katalogbild hatten, gefällt uns leider nicht so richtig, weil es doch ziemlich orange rausgekommen ist. Wir werden versuchen uns daran zu gewöhnen und die restliche Badgestaltung daran anzupassen.

 

#Insgesamt lässt sich sagen: Dieses Gewerk hat uns am längsten begleitet. Unser Fliesenleger hat sich von Anfang an sehr viel Zeit genommen, um uns zu beraten. Wir hatten mehrere Termine von jeweils ca. 2 Stunden mit ihm – zur Beratung und als Hilfestellungen im Rahmen des „Gesamtservice“. Das hat uns, die wir ja doch rechte Handwerks-Neulinge sind, wirklich gut geholfen. Von der Qualität der Arbeit sind wir auch wirklich überzeugt. Von der ersten bis zur letzten Fliese ist alles durchdacht und mit Engagement und Akribie verlegt. Der Fliesenleger hat sich z.B. beinahe mehr darüber gefreut, wie schön flach unsere Dusche jetzt ist, als wir selbst. Vom Endergebnis sind wir also wirklich begeistert.

Einzig der Zeitfaktor war ein mittelschweres Problem. Immer wieder wurde etwas verschoben, andere Baustellen oder wichtige organisatorische Termine kamen dazwischen. Beginn der Arbeiten war der 16. November. Als Frist fürs Fertigwerden war der 17. Dezember vereinbart. Eigentlich hätte das locker genügen sollen. Zusätzlich zu den oben erwähnten anfänglichen Verzögerungen waren allerdings dann zu wenig Fliesen für den Boden bestellt, diese mussten nachgeliefert werden. Ergebnis: Zeitverlust. Immerhin gab es noch die selbe Charge. Das obere Bad war bis Jahresende fertig, das untere erstmal ausgeklammert. Hier wurde uns bereits mitgeteilt, dass das dann erst zwischen den Feiertagen was wird. Aufgrund des nicht ausreichenden Gefälleestrichs musste der Steinteppich bestellt werden, und wir bekamen ihn dann erst nach den Einzug. Damit waren dann aber auch wirklich alle Arbeitsschritte abgeschlossen.

Am 16. Januar konnten wir uns dann also von unserem Fliesenleger verabschieden. Wir danken für wirklich qualitativ hochwertige Arbeit und freuen uns über unser schönes Bad! Und auch, wenn es zeitlich alles nicht so gut geklappt hat – wir würden diese Firma wegen der tollen Kundenbetreuung und echt hoch fachlichen Ausführung – jederzeit wieder beauftragen!

 

 

 

 

2 Gedanken zu „Bodenfliesen, Bäder und Begeisterung!

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