Hausanschlüsse erstellt – wie im Schlaf

Anfang November wurden unsere Hausanschlüsse gelegt. Wir hatten mal wieder das Vergnügen, dass die in unserer kleinen gemeinde von der Stadt beauftragte Firma unsere Sraße aufreißen durfte. Übrigens zum vierten Mal. Nur fürs Drehbuch, denn es ist jetzt schon klar, dass es nicht das letzte Mal war.

Ich musste den beiden Herren Eintritt in unseren Hauwirtschaftsraum gewähren, denn dort mussten die bei uns notwendigen drei Anschlüsse – Wasser, Strom und Telekom – ja hin. Wir hatten bereits vor Monaten das Verlegen der koordinierten Hausanschlüsse beantragt. Das meint, dass das für Wasser zuständige Unternehmen die Verlegung aller nötigen Anschlüsse vergibt, so dass nicht jeder einzeln aufbuddeln muss. An den Wasserverband hatten wir bereits 2000€ Anzahlung dafür abgegolten. Schätzung des zuständigen Ansprechpartners beim Tiefbauunternehmen: die Anschlüsse werden in einem Arbeitstag wohl erledigt sein.

Die Firma rückte also Montags an, und nach einer ersten Kaffeepause erklärten mir die beiden äußerst motivierten Herren unter viel Schimpfen, dass ja ungefähr alles nicht gut gelaufen sei, in unserem Haus, nichts sei so, wie sie es benötigen – der Sicherungskasten lasse zu wenig Platz für die Stromkabel-Anschlussdose, die Rohre für Wasser hätten durch den Estrich nach oben hochgezogen werden müssen, so sei das baurechtlich nicht in Ordnung usw.  Außerdem müsse man für die Leitung der Telekom gleich an zwei, evtl sogar an drei Stellen das Pflaster der Straße öffnen, um an einer Muffe der Telekom die Leitung für uns zu schalten. Zu allem Überfluss hatten die beiden auch noch einen veralteten Fundamentplan, obwohl ich der Firma natürlich den aktuellen überlassen hatte. Das stellten wir gemeinsam fest, dennoch arbeiteten die beiden weiter nach dem alten Plan – wäre ja auch wirklich zu viel Flexibilität verlangt.

Naja, fertig mit Schimpfen, die Arbeit ging dann doch irgendwann los. Der Grabenverlauf von der Hauseinführung bis zur Straße wurde als erstes ausgehoben, die Straße bis zur Anschlussstelle aufgemacht und die nötigen Leitungen verlegt. Unser Bauwasser-Anschluss war ja bereits ein vorgezogener Hausanschluss, dieser wurde einfach nur noch verlängert.  Die Leitungen verlaufen jetzt schön um unser Acalor Außengerät herum, dass allerdings erst zwei Tage später gesetzt wurde. Zur Sicherheit wird ein rotes Band mit eingelegt, damit später mal niemand die Stromleitung versehentlich anbuddelt. Tagwerk 1 getan, die Jungs zogen ab.

Am nächsten Morgen wurde dann die Straße an der zweiten Stelle geöffnet. Natürlich erst nach einer gebührend langen Pause gegen ca. 9 Uhr morgens. Das war nötig,weil die Telekom zwar bereits Leitungen für unser Grundstück verlegt, diese aber nicht aktiviert hatte. Diese Telekommuffe sah – einmal freigelegt – ziemlich verwirrend aus. Ich hoffe mal, dass die beiden Herren aus dem Gewirr die richtigen Drähte rausfinden konnten, damit bei uns später alles funktioniert.

Das obere Loch in der Straße sollte zunächst offen bleiben. Hier muss ein Elektriker vorbei kommen und unseren Stromanschluss aktiv schalten – das dürfen die Jungs vom Tiefbauunternehmen nicht selbst. Währenddessen stellten die beiden Pfiffikusse fest, dass sie unsere Hauseinführungen nicht am vermuteten Ort finden konnten. Schade auch, dass sie noch immer den veralteten Fundamentplan als Hilfe verwendeten. Aber, kein Problem, sie haben einfach die ganze Fläche aufgebuddelt, einen ca. 1,20m breiten Graben draus gemacht, das geht ja auch. Naja, so konnte ich auch noch einmal schön sehen, wo denn die einzelnen Anschlüsse ins Haus geführt werden.

Welches der beiden Rohre dann für das Telekom-Kabel und welches für die Stromleitung ist, das konnten sie auch nicht selbst erkennen. Gut, dass ich vor Ort war und in der Lage bin, einen Bauplan zu lesen, da steht das nämlich drin. Allerdings sollten die Gräben auf dem Grundstück wieder geschlossen werden. Die beiden teilten mir glücklich mit, dass sie sich dann an unserem – mühselig und eigenhändig Schubkarre für Schubkarre ein Wochenede zuvor von der Hauseinfahrt ums Haus gekarrten Sand bedienen würden, um die gelegten Rohre einzusanden. Es sei ja auch echt zu anstrengend, den neuen Sand, der geliefert werde, extra ums Haus zu bringen. Den würden sie uns dann auf die Einfahrt kippen. Meine recht unmissverständliche Ansage, dass ich das nicht möchte, weil der Sand nicht alleine um die Ecke geflogen ist, war wohl nicht eindeutig genug. Abends musste ich feststellen, dass sie unseren Sand genutzt und den neuen an anderer Stelle – immerhin nicht wieder auf der Einfahrt – abgekippt hatten. Tagwerk 2 getan.

An Tag drei war ich bereits um 08:30 Uhr auf der Baustelle. Die Jungs auch – schlafend, in ihrem Auto. Etwa eine Stunde später stiegen sie aus, berieten sich kurz und zogen unverrichteter Dinge wieder ab. Den Bagger, mit dem sie eigentlich das Loch wieder hätten schließen sollen, ließen sie stehen. Gegen 11 Uhr kam der Elektriker, wenn auch viel zu spät, denn auch er war für morgens angekündigt gewesen – leider hatte man ihm eine falsche Adresse genannt, er hatte den ganzen Ort nach der Baustelle abgesucht, weil auch niemand erreichbar war. Wäre ja auch zu einfach gewesen.

Lange Rede kurzer Sinn: nach etwa drei Tagen waren alle Leitungen im Haus, der Elektriker hatte seinen Teil getan und wenigstens auf dem Grundstück war der Graben auch wieder zu. Genauso wie das Telekom-Loch in der Straße. Am Nachmittag von Tag drei kamen die Jungs, mittlerweile von den anderen anwesenden Handwerkern liebevoll „die Schläfer“ genannt, noch einmal mit dem Auto ans Grundstück, erneut eine kurze Beratung und eine gut einstündige Pause – und dann war es wohl schon zu nah an Feierabend um noch zu arbeiten. Tagwerk Tag 3 – – eigentlich nicht getan.

Am Donnerstag vormittag kam niemand. Ich rief dann bei unserem Ansprechpartner an, wann denn das Lcoh geschlossen würde – ja, man sei schon auf dem Weg zu uns. Zwei Stunden später kam tatsächlich ein anderer Trupp der Firma bei uns an – mit einem zweiten Bagger, dabei stand der erste ja noch da. Den Schlüssel hatte die Schläfer wohl mitgenommen. Also unverrichteter Dinge Tagwerkt 4.

An Tag 5 – erneut nach einer ausgedehnten Pause vorneweg – beendeten die Schläfer dann ihre Arbeit. Mal abgesehen vom Zeitfaktor lief das alles aber reibungslos, und so liegen Strom, Wasser und Telekomkabel jetzt im Haus.

Noch sind keine Zähler eingebaut und das Haus nicht an den Strom angeschlossen – das machen die Elektro- und Sanitärleute von Danhaus in einigen Tagen.

4 Gedanken zu „Hausanschlüsse erstellt – wie im Schlaf

  1. Hallo Kathrin,

    bei uns war das alles gar kein Problem…. es wurde eine Kernbohrung im Keller gemacht, ein Mehrspartenhausanschluss gelegt und Unitymedia, Wasser und Strom waren im Haus.

    Was mich aber mal schon immer interessiert hat: wir haben ja ganz bewusst auf einen Anschluss der Telekom verzichtet und gar keine Kabel im Haus verlegt. Sind bei Danhaus eigentlich Telefonkabel im Standard enthalten? Wir haben von Danhaus nämlich nur die benötigten „Multimediakabel“ für KabelTV und Internet über das Kabel TV Bekommen; über Telefonkabel von der Telekom hat nie einer auch nur ein Wort verloren. Hat euch das extra gekostet?

    LG

    Simon

    • Hallo Simon,

      nein…. ich wundere mich grade über eure Lösung… Wegen fehlendem Kabel/Unitymedia hätten wir diese Möglichkeit nicht gehabt, die Telekom ist unser einziger möglicher Versorger für Internet. Und auf die LTE-Leitung alleine wollten wir uns nicht verlassen, nicht in einem so ländlichen gebiet.

      Also, in unserem Hausvertrag von Danhaus waren im Standard zwei Telefondosen, eine im OG eine im EG enthalten. Deshalb – das hat dann wohl ganz normal dazu gehört.
      Wir jaben diese Dosen allerdings rausgenommen und durch CAT-Dosen, also Multimedia ersetzt.

      LG
      Kathrin

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