Spachteln, Tapezieren, Streichen – Malerarbeiten.

Was kommt eigentlich an die Wände? Das ist eine Frage, mit der wir uns lange gar nicht beschäftigt haben. Im Schnelldurchlauf haben wir uns dann Beratung geholt.

Spachteln muss sein, und zwar Decken und Wände, das ist klar. Da wir hier von einem doch beträchtlichen Zeitaufwand sprechen, sollte sich jeder Bauherr gut überlegen, ob diese Arbeiten selbst übernommen werden können und wollen. Wichtig ist hier natürlich, auf die Besonderheiten von Fermacell zu achten – deshalb würde ich auch jede Malerfirma fragen, ob es bereits mehr Erfahrungen mit Fermacell in Fertighäusern gibt. Auch hier kann es auf Details ankommen – auch wenn es erstmal eine ziemlich eintönige und grobe Arbeit zu sein scheint. Zum Beispiel wurde uns schon sehr geraten, an den Kanten Metallschienen als Kantenschutz anzubringen, damit Ecken und auch Fensterstürze möglichst lange ordentlich aussehen und nicht so empfindlich sind. Fermacell ist zwar hart, hat aber auch Grenzen.

Im Anschluss ans Spachteln kommt die Frage nach der Wandgestaltung. Wir haben uns – auch um kleinere Setzrisse möglichst gut zu überspielen – für Malervlies an den Wänden und Decken entschieden. Das gibt es in verschiedenen Strukturen, so dass man auch wunderbar „Muster“ in die Wände bringen könnte. Unseres ist allerdings komplett glatt geblieben.

Nach dem Malervlies wurden die Wände dann noch gestrichen. Wie haben Flure und Wohn-/Essbereich leicht abgetönt. Das Schlafzimmer hat ein wunderschönes Türkis bekommen, sonst bleiben die Räume samt Bädern weiß. Und last but noch least haben unsere Decken nun Stuckleisten bekommen. Wir waren hier erst ein wenig unsicher, ob es unseren Wünschen entsprechen würde – aber jetzt sind wir völlig überzeugt davon. Die Stuckleisten sehen nicht nur wunderbar aus, auch sie können Setzrisse, die aufgrund der arbeitenden Materialien bei Holzständerbauweise doch auch auftreten, verdecken.

Mit Farbe an den Wänden sieht alles schon fast wohnlich aus. Dennoch ist der Zeitfaktor wirklich nicht zu vernachlässigen. Gleichzeitig war bei uns auch bedingt durch den umfang der Arbeiten und den geplanten Einzugstermin Ende des Jahres der Zeitpunkt nicht ideal. Denn bei den Restarbeiten im Haus bekommen die Wände doch verhältnismäßig viele Flecken. Immer wieder passt jemand nicht richtig auf – und wenn nur unser Fliesenleger ein Paket gegen die Wand lehnt.

Wir haben entschieden, lieber nachzuarbeiten bzw. damit zu leben, als in einen Rohbau einzuziehen.

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