Viel Warten – viel Mehrkosten

Seit unserer Baugenehmigung sind jetzt 6 Wochen vergangen. Eigentlich 6 Wochen in denen nicht viel passiert ist. Die Neuigkeiten bewegen sich also im eher theoretischen Bereich.

Wir haben Angebote für Versicherungen eingeholt – oder besser über einen Versicherungsmakler einholen lassen. Damit kommen wir ein Stück günstiger weg, als es über den Danhaus Partner Ostangler der Fall gewesen wäre.

Dann haben wir Anträge bei den ansässigen Versorgern für Strom, Wasser und Telefon gestellt. Oder besser – wir versuchen es noch. Sowohl Baustrom und -wasser als auch die späteren endgültigen Leitungen sollen gelegt werden. Und hier ist leider von uns selbst sehr viel Papierarbeit gefragt. Die Anträge wollen ausgefüllt und die notwendigen Unterlagen kopiert und dazu gelegt werden. Teilweise müssen wir uns durchfragen, denn verständlich geschrieben ist das alles nicht gerade, wenigstens nicht für bauunerfahrene Akademiker. Die bisherigen Kostenschätzungen hierfür halten sich noch im Rahmen.

Allerdings ist bei dieser Gelegenheit ein ziemlich grober Faux-Pas aufgefallen. Wir hatten das Grundstück ja vollerschlossen gekauft. Hierbei war uns sehr wohl klar, dass man vollerschlossen unterschiedlich definieren kann, deshalb hatten wir direkt erfragt, was das bedeutet. Die Aussage der Maklerin: Der Schmutzwasseranschluss an die Kanalisation liege, der Regenwasseranschluss nicht. Dieser werde im Kostenerstattungsverfahren von der Gemeinde erstellt, hier entstünden uns also keine zusätzlichen Kosten. Als Bestätigung dafür wurden Kanalpläne und eine Mailkommunikation mit der Stadt mitgeliefert, in der (scheinbar) entsprechendes stand.

Jetzt wollten wir mit der Gemeinde selbigen Vorgang ans Laufen bringen. Für den dort zuständigen Mitarbeiter war total klar: Die Gemeinde beauftragt die Erstellung des Anschlusses und WIR zahlen diesen im Rahmen einer Kostenerstattung. Wir sollen also der Gemeinde die Kosten erstatten. Als wir darauf hinwiesen, dass wir aus einer Mail eines anderen Mitarbeiters eine andere Info hatten, wurde uns ziemlich schnell klar gemacht, dass hier wohl ein Missverständnis vorliege. Jemand habe wohl die Formulierung mit der Erstellung im Rahmen einer Kostenerstattung falsch verstanden. Diese Kosten werden an uns hängen bleiben und sind natürlich nicht eingeplant. Das reißt ein wirklich großes Loch in unsere Baukasse.

Auch ein Angebot für Sanitär und Fliesen haben wir mittlerweile. Hier kommen wir deutlich günstiger weg, als wenn Danhaus alles übernommen hätte. Aber trotzdem entstehen mehr Kosten als ursprünglich geplant.

Hinzu kommen einige Änderungen am Grundriss, die vor Finanzierung (wenigstens von uns) nicht abzusehen waren und auch noch einmal gut kosten. Allen voran die unangenehme Geschichte mit dem Rettungsfenster., die Kühlfunktion der Acalor, die Sockelisolierung, die wir nun doch erstellen lassen müssen und das Dachausstiegsfenster für den Schornsteinfeger, dem unser Dachboden verständlicherweise (mit ca 1,2m) zu niedrig ist, um durch die Klappe zu putzen.

Und hinzu kommt: Bei all dem geht Zeit ins Land. Danhaus schätzt die Zeit von der Baugenehmigung bis zur Richtung derzeit auf etwa knapp fünf Monate. Deutlich länger als ursprünglich mal angenommen, wodurch natürlich mehr Zinsbelastung anfällt. Die Bank hat außerdem das Grundstück vom falschen Teilkredit belastet, so dass jetzt erstmal teilweise Bereitstellungszinsen anfallen, die doppelt so hoch sind wie die eigentlichen Sollzinsen. Noch so ein Missverständnis. Auch das war selbstverständlich nicht geplant.

Viel sollte da nicht mehr kommen… Und einige Posten sind auch noch offen. So die Besichtigung unseres Grundstücks und dadurch evtl. entstehende Zusatzkosten, die Elektroaufbemusterung und die Kosten für die Hausanschlüsse.

Das macht schon etwas Sorgen.

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