Neues von unserer Acalor

Vor knapp drei Monaten hatte ich bereits über unsere ersten Wochen mit Acalor berichtet – und auch über unsere damalige Verunsicherung. Ziemlich zeitgleich hatte auch Danhaus eine offizielle Reklamation an Acalor gesandt. Etwa zwei Wochen später wurden wir von Acalor mit einer ganzen Menge an Erklärungen zu unseren Problemen versorgt. Da wir den gesamten Text für uns als sehr hilfreich erachtet haben, haben wir darum gebeten, ihn hier veröffentlichen zu können.

Das wurde uns von Acalor erlaubt, war sogar erwünscht. Deshalb bekommt ihr jetzt erstmal die Reaktion von Acalor auf unseren letzten Beitrag mit den hier entstandenen Problemen – geschreiben vom technischen Leiter der Firma – zu lesen. Anschließend werd ich noch erzählen, was danach dann an tatsächlichen Veränderungen passiert ist:


Aufheizen:
Die Aufheizphase dient dazu den Estrich spannungsfrei zu heizen. Je nach örtlichen Gegebenheiten und Außentemperatur dauert diese Phase unterschiedlich lange. Sobald im Gebäude eine Raumtemperatur von 23° erreicht wird, ist diese Aufgabe im Prinzip schon erreicht.
Während der Aufheizphase ist die Leistung der Wärmepumpe um 50 % gedrosselt. Dies dient dem Schutz des noch frischen Estrichs.
Wird im Winter das Programm gestartet reicht die Leistung von nur 50 % nicht aus, um das Gebäude schnell und mit sehr hoher Temperatur zu heizen.
Dies ist normal, denn es wird dem Schutz des Estrichs mehr Aufmerksamkeit geschenkt als der Temperatur, bzw. der Aufheizzeit.
 
Geräusche des Außenlüfters:
Es kamen scheinbar mehrere Faktoren zusammen: Zum einen handelt es sich bei Ihnen um ein neu erstelltes Gebäude mit viel Baufeuchte, die erst einmal ausgeheizt werden muss. Dann war die Außentemperatur im Januar relativ spontan stark abgefallen und zu guter Letzt waren die Fühler, die das Abtauen steuern nicht optimal platziert.
Früher hat man Gasheizungen regelmäßig überdimensioniert ausgelegt. So hatte man gewisse Reserven, da der Hersteller ja nie weiß auf welche örtlichen Gegebenheiten und auf welches Verteilungssystem seine Anlage trifft. Wärmepumpen dagegen werden  ausgelegt wie ein Maßanzug. Reserven sind in dem Maße wie in der Vergangenheit nicht vorgesehen und würden auch die Effizienz der Gesamtanlage beeinträchtigen. Normalerweise ist das kein Problem, aber bei Baustellen, die im Winter fertiggestellt werden, werden die Wärmepumpen stark gefordert.
ACALOR arbeitet aber ständig daran, diese Geräusche zu minimieren. So läuft der Lüfter drehzahlgeregelt und hat Eulen-Flügel erhalten.
Wo Luft bewegt wird, fallen zwangsläufig immer Geräusche an. Das lässt sich leider nicht ganz vermeiden.
Bei neu errichteten Gebäuden ist es immer so, dass sich die Technik erst einspielen muss. In einem gewissen Maß ist die ACALOR-Wärmepumpe ein sich selbst regelndes System.
Trotzdem müssen ca. 15% der neu installierten Anlagen nachreguliert werden. Die Anlagen sind auf das Gebäude zugeschnitten und keine Massenware. Bei sehr niedrigen, oder sehr hohen Außentemperaturen, kann die Füllmenge nicht optimal eingestellt werden.
Durch versetzen des Temperaturfühlers im Verdampfer wurde das Lüfter-Geräusch deutlich reduziert. Die optimale Lage für diese Fühler muss erst einmal gefunden werden. Dies ist z.B.  von den örtlichen Gegebenheiten und  von dem Zusammenspiel von Verdichter,  Einspritzventil und Verdampfer abhängig. Nicht jeder Verdampfer verhält sich genau gleich.

Termin für den Service:
Ich finde es nur zu verständlich, wenn man unter wirtschaftlichen Aspekten versucht verschiedene Montage- bzw. Servicetermine zu koordinieren.
Unsere Service Mitarbeiter sind angehalten gut zu unterscheiden, ob ein Einsatz schnell erfolgen muss,  oder ob der Kunde etwas warten kann. Beim Ausfall einer Anlage oder bei nichterreichen der Rumtemperatur werden wir immer schneller reagieren, als bei Geräuschen oder Nachregulierungen bzw. Optimierungen der Anlage.

Temperatur im Gebäude
Wir freuen uns, dass Sie das Wohnklima der ACALOR-Wärmepumpe überzeugt!
Wenn die Temperatur sich nicht so einstellt wie gewünscht, haben viele Faktoren darauf Einfluss.

Thermostat:
Grundsätzlich sollte der Thermostat im Komfort Betrieb eingestellt werden.
Warum dies vor allem bei niedrigen Außentemperaturen so wichtig ist. Steht auch in der Bedienungsanleitung.
Die Wärmepumpe braucht bei -15°C Außentemperatur,  volle 24 h Laufzeit um die Innentemperatur zu halten.
Wird im Automatikbetrieb die Temperatur zeitweise abgesenkt, reicht die verbleibende Zeit zwar um die abgesenkte Temperatur zu halten, aber sie reicht nicht, um die Komforttemperatur wieder zu erreichen.

Temperatur im Bad EG:
Bei der Bearbeitung von Mängelrügen mehrerer Bauvorhaben, ist uns der Zusammenhang mit den Abluftanlagen in den Bädern immer wieder aufgefallen. Wir haben die Zusammenhänge aber nicht vollständig durchdrungen.
Bei zwei weiteren Bauvorhaben ist uns die Problematik nun klar geworden.
Beide Gebäude haben im Bad einen Ablüfter mit Feuchtesteuerung.
Beide Nutzer berichteten, dass das Bad am Morgen kalt ist und im Laufe des Tages wieder normale Temperatur annimmt.
Wir konnten uns das nicht erklären, da ja die Luft, die der Lüfter ansaugt aus dem Gebäudeinneren, also aus den warmen Räumen stammt. Das Bad kann also nicht kälter sein als im Rest des Gebäudes.
Warum ist das nicht so?
Folgender Ablauf stellte sich bei beiden Bauvorhaben ein:

–    Am Abend arbeitet in der Regel der Lüfter im Bad, gesteuert von der Feuchtereglung.
–    Wenn die Gebäudebesitzer am Abend zu Bett gehen, schließen sie die Tür zum Badezimmer, da ihnen der Lüfter zu viele Geräusche machte.
–    Die Tür dichtet an drei Seiten ab. Der Spalt am unteren Ende ist sehr klein.
–    Der Lüfter arbeitet weiter und transportiert Luft aus dem Bad. Angenommene Luftmenge 40 m³/h.
–    Die Tür stellt den einzigen Verbund zum Rest des Gebäudes her.
–    Bei einen Türspalt von 1 cm muss die Luft durch eine 80 cm² große Öffnung strömen.
–    Das ergibt eine sehr hohe Strömungsgeschwindigkeit von 1,389 m/s.
–    Rechnerisch ergibt sich ein Druckabfall von 93 Pa durch den Türspalt.
–    In der Folge des Druckabfalls wird die Luft nicht nur durch den Türspalt transportiert sondern wird zwangsläufig auch durch andere Öffnungen von außen eintreten.
–    Die normale Dichtigkeit des Gebäudes definiert sich bei 50 Pa Druckabfall mit einem Luftwechsel je Stunde. Für das Bad bedeutet dies ca. 20 bis 30 m³ je Stunde. Im vorliegenden Fall würden also bei 90 Pa Druckabfall bis zu 54 m³/h Außenluft allein durch normale Undichtigkeiten in das Bad einströme. Da nur 40 m³/h gefördert werden wird dieser Wert nicht überschritten.
–    Schätzungsweise 2/3 der Einströmenden Luft stammt von außen und nicht wie geplant aus dem Gebäude.
–    Durch die einströmende kalte Luft von außen, sinkt die Lufttemperatur und die relative Luftfeuchte steigt an.
–    Durch die steigende Luftfeuchtigkeit wird der Lüfte weiter arbeiten.
–    Durch die geschlossene Tür bleibt es im Gebäude warm.
–    Der Thermostat wird nicht schalten und die Heizung springt nicht an.
Fazit:
Durch die Türöffnung kommt zu wenig Luft aus dem Gebäude in das Bad.
Durch den Unterdruck im Bad wird Luft von außen angesaugt und kühlt das Bad aus.
Durch die geschlossene Tür bleibt es im Gebäude warm und die Heizung springt nicht an.
 

Wie ist dem zu begegnen?
Wenn sich z.B. in einem Hotelzimmer oder einem beliebigen Gebäude ein innenliegendes Bad befindet, findet man in der Tür eine 150 cm² große Öffnung (Lüftungsgitter) durch die Luft in den Raum nachströmen kann.
Die Konstellation der Lüftung in einem Danhaus entspricht genau den Verhältnissen in einem innenliegende Bad.
Es ist notwendig die Badtür mit einem min 2,5 cm Spalt zu versehen oder eine Lüftungsöffnung einzubauen.
Auch die Türen der anderen Absaugräume, z.B. im  HWR müssen mit einem vergrößerten Spalt ausgerüstet werden.
Ohne diesen Spalt funktioniert die Belüftung auch im Rest des Gebäudes nicht.
Es kann keine Luft angesaugt werden, wenn durch die Türen keine Luft abtransportiert werden kann.
 
BWWP (Brauchwasserwärmepumpe):
Es wird für die Brauchwassererzeugung ein relativ großes Luftvolumen benötigt. Der HWR ist ein Abluftraum. Der Lüfter soll die Luft aus dem Gebäude in den HWR führen. Die BWWP nutzt dann diese Luft. Es passiert das Gleiche wir zuvor beschrieben. Wenn die Räume zu klein oder die Überströmöffnung (Tür) zu klein dimensioniert sind, wird der betreffende Raum eventuell zu stark abgekühlt, da kühle Luft von außen über normale Undichtigkeiten in den HWR einströmen. Dadurch sinkt die Temperatur. Der Lüfter arbeitet wahrscheinlich ungeregelt. Es wird also im HWR kühler, während es im übrigen Gebäude warm bleibt und die Heizung also nicht anspringt. Zusätzlich benötigt die BWWP Wärme, die ihr aber nicht zur Verfügung steht.
Wie ist zu dem begegnen?
Die Tür der Absaugräume sollte also entweder mit einem ausreichend großen Spalt, oder mit einem mindestens 150 cm² großen Lüftungsgitter versehen werden. Schon ist das Problem gelöst.
Vermutlich ist das gerade beschriebene Phänomen zu mindestens teilweise Ursache für dieses Thema. Die BWWP will mehr arbeiten, um das benötigte Brauchwasser zu erzeugen. Es strömt aber zu wenig Luft nach, daher läuft sie unnötig lange. Diese langen Laufzeiten mit voller Leistung sind natürlich nervig.

Es liegt in der Natur der Dinge, dass bei Reduzierung des Verbrauchs, auch immer andere Dinge auftauchen, deren Zusammenhang zuvor nicht bemerkt wurde.
Vor dem Einsatz der BWWP leiteten wir Abwärme in die Bäder. Die ungenügende Luftzuführung fiel nicht auf.
Nun ist die Abwärme nicht mehr vorhanden, was natürlich Energie spart. Erst jetzt fällt auf, dass die Durchlüftung gestört ist.

Es ist aber genau dieser ständige Entwicklungsprozess, der dafür sorgt, dass Sie (also die Kunden) immer mehr Nutzen aus der Gebäudetechnik ziehen können.
Wir sind ständig bestrebt Ihren Komfort nicht dem Energieverbrauch zu opfern und umgekehrt. Da viele Handwerker daran beteiligt sind, bleiben die Überschneidungen der Gewerke nicht aus und werden immer wichtiger.

Der Körperschall, den eine solche BWWP erzeugt ist ein weiteres Phänomen. Auch davon sind wir aber nicht alleine betroffen. Jede Wärmepumpe, die innerhalb der Gebäudehülle betrieben wird, kann potentiell Körperschall erzeugen. Die Frage ist auch hier, welche Gedanken ich mir als Hersteller bzw. Installateur mache um diese Emission möglichst niedrig zu halten. Daran arbeiten wir. Ein erster Schritt ist das Unterlegen entsprechender Dämmmatten. Wir haben aber auch mit dem Hersteller der BWWP Kontakt aufgenommen, um das Produkt schalltechnisch zu verbessern.

Ich finde bei der Problemlösung hier zeigt sich auch ein Vorteil der Arbeitsweise von ACALOR: Entstehende Probleme die beim Einsatz neuer Techniken oder durch anderer Kombinationen derselben entstehen können, werden von unseren Mitarbeitern akribisch untersucht, gelöst und abgestellt. Hier haben wir ein ganz anderes Problemlösungskompetenz als der Heizungsbauer vor Ort. Auch eine ganz andere Erfahrung was Wärmepumpen angeht bei ca. 300 – 400 installierten Systemen pro Jahr.


Im ersten Moment waren wir vor allem überrascht, dass sich mit den Erklärungen für uns so viel Mühe gegeben wurde. Zeitgleich kam auch das Angebot, wir könnten bei weiteren Fragen dann auf den technischen Leiter von Acalor zurückgreifen. Das haben wir natürlich auch gemacht. Hierbei wurde die Begeisterung des Mannes für das eigene Produkt gut spürbar, was wir erstmal auch auf persönlicher Ebene angenehm empfunden haben. Mal ganz neben der Kompetenz, mit der unsere Probleme gehört wurden.

Wir haben uns dann – mit einiger Skepsis unsererseits – auf einige Veränderungen geeinigt:

  • unsere Pumpe sollte lautstärketechnisch noch einmal überprüft werden.
  • Das Thermostat, das durch einen Fehler von Elku im OG gelandet war und nun durch das Fenster dort ständig zu viel Sonne oder Durchzug abbekam, sollte doch wieder ins EG verlegt werden.
  • Wir sollten eine Zeitschaltuhr bekommen. Ziel sollte sein, dass wir die Heizzeiten der BWWP in Zukunft selbst regulieren können, so dass uns das Geräusch nicht mehr so stört.

Alles das ist am 19. Mai dann auch endlich passiert, nachdem die Terminabsprache erneut ein wenig schwierig war. Letztendlich wurde aber ein auch für uns passender Termin gefunden, ohne, dass wir nochmal extra Urlaub nehmen mussten.

Acalor hat uns im Erdgeschoss nun ein zweites Thermostat eingebaut. Das obere darf bleiben, hat aber nur noch eine Anzeigefunktion. Das ist für uns sehr angenehm, da wir dort oben ja längst gemalert haben und sonst nur einen Blindschalter über die Stelle hätten legen können. So haben wir oben jetzt die Temperatur und Zeitanzeige, können sehen, ob gerade geheizt wird, und haben keine unschöne Stelle an der Wand. Relevant für die Temperaturmessung ist nun das Thermostat im Flur unten. Hier schient zumindest jetzt im Sommer alles sehr konstant zu funktionieren, die Stelle ist wirklich gut. (An dieser Stelle sei noch einmal allesn Bauherren empfohlen, sich die Position des Thermostates gut zu überlegen. Möglichst fernab von möglichen Luftströmen kalter Luft, und je nach Himmelsrichtung und Fesnsterposition auch außerhalb eines möglichen Sonneneinfalles. Mit beidem hatten wir im OG so nicht gerechnet und wurden böse überrascht. Durch die Planung der beteiligten Firmen wurden diese Probleme jedenfalls nicht berücksichtigt bzw. uns auch so nicht offenbart.) Wir  glauben jedenfalls, dass diese jetzige Lösung gut funktionieren sollte.

Die Brauchwasserwärmepumpe (BWWP) hat nun eine Zeitschaltuhr. Damit ist ein kleines Bedienelement gemeint, das im Außenkasten der Acalor untergebracht ist. Es kann je halbe Stunde auf Ein/Aus eingestellt werden, läuft dann an allen Tagen gleich ab. Außerdem gibt es für Sondersituationen mit erhöhtem Bedarf die Möglichkeit, auf Dauerbetrieb umzustellen. All das geht eben nur draußen, wenn man den Acalor-Kasten geöffnet und die Dämmwolle herausgeholt hat, und ist aufgrund der kleinen typischen Acalor-Nupsis eine ziemliche Fummelei. Wir hatten Bedenken, dass wir ständig das Bedürfnis haben würden, etwas umzustellen, weil uns heißes Wasser fehlen könnte, da ja nicht mehr ständig nachgeheizt wird. In den bisherigen drei Wochen Testphase bewahrheitet sich bisher aber, was uns von Acalor schon vermittelt wurde: selbst wenn einer duscht und der andere ein heißes Bad nimmt, ist der Wassertank groß genug, das wir sein Ende nicht erreicht haben. Unsere BWWP darf jetzt jede Nacht von 23:30 Uhr bis 05:30 Uhr Warmwasser erhitzen – das reicht bisher wunderbar aus. Wir bekommen davon nur noch etwas mit, wenn wir spät ins Bett gehen – theoretisch könnten wir das ganze ja auch eher noch mehr in die Nacht verlagern. Außerdem bleibt die Tür zum Wohnzimmer nachts jetzt offen, was den Luftaustausch verbessert. Im Sommer ist es völlig ok, wenn die Anlage gleich ein wenig die Luft abkühlt. Wie das im Winter sein wird, wissen wir noch nicht. Ideal wäre eine Möglichkeit, die kalte Luft nach draußen zu leiten. Somit stört uns das Geräusch im Moment gar nicht mehr, auch wenn es natürlich noch vorhanden ist.

Für das Geräusch an sich hat man auf unsere Anlage zunächst zwei Styroporverlängerungen auf die Luftauslässe gesetzt. Dies sollte durch geänderte Strömungsrichtung wohl alles abschwächen. Hiervon merken wir allerdings kaum eine Wirkung. Ein bisschen Trial and Error brachte den Techniker vor Ort dann darauf, dass das Gehäuse unserer Pumpe stark mitvibriert, und auch dadurch alles laut wird. Deshalb liegt auf unserer Anlage jetzt einer unserer Klinkersteine (wozu die doch noch alles gut sind… ). Er beschwert das Gehäuse und verhindert einen Teil der Schwingungen. Das macht das Geräusch tatsächlich ein Stück leiser… auch, wenn man derzeit über die Professionalität der Lösung noch diskutieren kann. Wir nehmen aber an, dass Acalor hier noch einmal nachbessern wird, das war ja doch eine eher spontante Entdeckung.

 

Alles in allem haben wir nun deutlich weniger Geräuschbelästigung, vor allem durch die zeitliche Einschränkung, aber auch durch die Klinker-Lösung. Das macht schon mal wesentlich zufriedener. Das zweite Thermostat ist super.

Was bleibt ist im Moment noch die zu niedrige Temperatur im Bad EG – hier werden wir wohl erst bei einsetzendem Heizbetrieb wieder einschätzen können, was noch getan werden muss. Eine Lösung, bei der wir von unserer neuen Tür 2,5 cm abschneiden, kann aus unserer Sicht aber nicht angemessen sein. Hier muss es noch andere Möglichkeiten geben. Die Zeitschaltuhr testen wir langfristiger. Wir würden uns v.a. im Winter eine Ableitung der kalten BWWP-Luft nach draußen wünschen, da wir ein abkühlen der Luft des gleichzeitig geheizten Raumes für energietechnisch mäßig sinnvoll halten. Keine Ahnung, ob und wie so etwas möglich sein könnte. Und zuletzt wünschen wir uns noch eine professionellere Lösung für den Klinkerstein. Wir wissen auch nicht, ob es ein Fehler unserer Anlage ist, dass sie so vibriert, oder ob das ein typisches Problem ist.

 

Jedenfalls fühlen wir uns jetzt nicht nur mit dem (auch im Sommer wunderbaren) Raumklima sondern auch mit den bisher gebrauchten Lösungen schon deutlich wohler. Auch, wenn die Terminvereinbarung wieder seitens Acalor eher problematisch war, haben wir doch den Eindruck, dass für unsere Situation eine ganz gute Lösung gefunden wurde. Wir hoffen, dass sich das auch langfristig so zeigt. Wenn man also bei Acalor jemanden ins Gespräch bekommt, über die eigenen Probleme, dann scheinen die doch gut in der Lage zu sein, sich individuell Lösungen einfallen zu lassen. Daumen hoch!

Jetzt freuen wir uns in den Sommermonaten auf das Testen der Kühlfunktion.

10 Gedanken zu „Neues von unserer Acalor

  1. Hallo,
    freut mich, dass man eure Probleme jetzt ernst nimmt und ihr so eine ausführliche Stellungnahme erhalten habt! Die BWWP sehe ich aber immer noch sehr skeptisch und hätte mal zwei Fragen/Anmerkungen: Läuft die BWWP auch, wenn die normale Heizung läuft? Oder ersetzt die (kleine) BWWP nur in der nicht-Heizzeit die normale Heizung? Und sollte die BWWP für maximale Effizienz nicht genau dann laufen, wenn die Lufttemperatur am höchsten ist? Das wird ja wohl kaum mitten in der Nacht sein… Ich kann aber auch gut verstehe, wenn ihr lieber keine Geräuschprobleme habt als die Effizienz zu maximieren.
    Viele Grüße
    Robert

  2. … habe gerade in einem alten Beitrag gesehen, dass ihr meine Frage dort schon beantwortet habt. Wenn ihr nun schon den direkten Draht zu Acalor habt, würde ich mich nochmal erkundigen, wie sich das auf die Gesamteffizienz des Systems auswirkt.

    • Danke für den Hinweis, Rob! Wir wollen hier bei unserem nächsten Kontakt ohnehin noch einmal nachfragen, vor allem nach einer möglichen Ausleitung der Luft. Zur Lufttemperatur: Im Danhaus mit Acalor ist ja die Raumtemperatur nachts eigneltich nicht niedriger, sie soll eigentlich konstant bleiben. Deshalb dürfte das nur marginal Unterschied machen.
      Lieber Gruß

  3. Interessantes Statement.
    Zum einen zeigt es einen Einblick in die Arbeitsweise der Danhaus Subunternehmer untereinander. In dem Fall gibt es Annahmen wie manche Lüfter der dezentralen Danhaus Lüftung funktionieren, obwohl Danhaus bzw. deren Elektrikersub das bestens bekannt ist.
    Oder auch: Die tauschen sich scheinbar nicht so recht aus, obwohl doch korrekterweise erwähnt wird, wie wichtig die Zusammenarbeit aller ist.
    Dann wird brühwarm serviert, dass das Belüftungskonzept scheinbar überhaupt nicht zur neuen Brauchwasserwärmepumpe passt.
    Innovation ist absolut nötig, aber Versuchskaninchen in einem Viertelmillioneninvest: Vielen Dank dafür. Als Einkäufer muss Danhaus die Gewerke aller Unternehmer aufeinander anpassen.
    Das das nicht erfolgt ist, ist dann ausreichend belegt.
    Danhaus hat versagt, genau wie die Notwendigkeit, dass wir als Familie drei Monate lang fragen mussten: Wann können wir einziehen?

  4. Ich bin auf nächstes Frühjahr gespannt, wenn ich den Vergleich rechne:

    Invest in Acalor versus Heizen mit 2 Heizlüftern (das geht in supergedämmten Häusern völlig problemlos).
    Ich habe schon etwas „Angst“ vor dem Ergebnis dieser Rechnung 😉 Für den Invest in die Acalor kann man verdammt viele KWh/a herkömmlich 1:1 verheizen. Die Acalor hält schließlich auch nicht ewig. BWWP gibt es viele Anbieter – das ist keine wirkliche Herausforderung.

    Wobei: Wenn man nicht übermäßig Warmwasser verbraucht, kann man sich auch hier überlegen, wie viel Durchlauferhitzer Power man für 3-5 Tsd Euro verduschen kann….

    Mein Verdacht/Hypothese im Moment: Das lohnt sich nicht in einem supergedämmten Haus und wenn man einigermaßen sparsam mit Warmwasser umgeht. Die Dämmung ist das A und O und das Nutzungsverhalten.

    Ob sich der Verdacht bestätigt, ich bin gespannt.

  5. Habt ihr nun schon eine Lösung für euer Bad Problem? Könnt ihr nicht einfach Lüftungsschlitze in die Tür fräsen lassen und diese Schlitze dann mit einer luftdurchlässigen Plastikkappe zumachen?

  6. Ok, unsere Heizperiode ist jetzt je nach Sonnenstunden beinahe vorrüber. Was lässt sich zur Heizung sagen? Mit dem errechneten Energiebdarf haben wir beinahe eine Punktlandung gemacht.

    1) Eine Einstellung bzgl. der passiven Miterwärmung des Warmwassers war leider aufgrund von Bauherren- und Servicekuddelmuddel unglücklich eingestellt. Nach einer Wintersaison mit 100% BWWP haben wir das geändert. Ich werde das Brummen nicht vermissen, auch wenn man sich beinahe dran gewöhnt hat. Daher sind die Zahlen etwas schlechter als sie sonst gewesen wären vermute ich.

    http://www.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de
    Anlagennummer 1971.

    Ich denke nächstes Jahr liegen wir bei ~ 2000 bis 2200 kWh. Weil: Bessere Einstellung (weniger BWWP, welche die warme Luft aus unserer Danhaus-Thermoskanne ausbläst) und weil weniger Handwerker den ganzen kalten Frühlingstag der Meinung sind, dass eine offene Haustür total cool ist – kost‘ ja nix. Die Energie selbst muss ja trotzdem irgendwie in den Wassertank und wird ja nicht weniger dadurch, dass die BWWP nicht so viel läuft. Aber der Effekt, dass weniger Warmluft aus dem Haus geblasen wird durch die BWWP sollte messbar sein. Das Teil zieht ja ganz gut Luft an.

    2) Ja, man kann das Haus locker mit 2 Heizlüftern heizen, überhaupt kein Thema, auch wirtschaftlich mit Haustromtarif (wenn man bedenkt dass so ein Teil 20 bis 30 € kostet und man pro Saison vielleicht 4 Stück „verheizt“. Sogar nicht mal mit voller Power. Oben 500 unten 500 Watt, fertig. Ein paar Stunden am Tag reichen. Das machen wir auch manchmal im EG, wenn es spontan mal wärmer sein soll und das subjektive Wärmeempfinden sich grad mal meldet. Nachteil: Nervig, weil man aufpassen muss und „aktiv“ sein muss. Nachteil: Kein warmes Wasser, blöd. Naja, die BWWP ist schon der Hammer mit irgendwas um die 300 W rödelt die ein paar Stunden vor sich hin, ist auch nicht wirklich viel Power, wat dat Ding kost. Nachteil Heizlüfter: Wenn sich der gedämmte Boden mit den Fliesen so richtig schön durch die Acalor aufgewärmt hat, ist das einfach der Hammer. Ich hatte lange eine „normale Fußbodenheizung“. Das kann man nur schwer vergleichen und beschreiben. Ich merke es z.B. wenn die Acalor nachts angeht, wie die Strahlungswärme mich erfasst (klingt beinahe esoterisch, aber ich find‘ dat wirklich cool). Das kannte ich vorher so nicht. Ein wenig wie unter Rotlicht (sehr dezent natürlich). Als Bewohner merke ich das im Alltag kaum, weil es halt normal ist. Viele Besucher sagen, wie angenehm es sich in dem Haus anfühlt – damit meinen Sie nicht die Farbe der Wände oder die Einrichtung. Der Speichereffekt des Fußbodens ist einfach klasse. Das geht mit Heizlüftern natürlich nicht.

    3) Kein Estrich-Heizen im 2ten Jahr.

    Fazit 1: Sorry, ich erspare mir die Wirtschaftlichkeitsrechnung aus Bequemlichkeit. Acalor hat gewonnen. Bequemlichkeit (kein Rumgetüdel) und Gemütlichkeitsfaktor (warmer Boden, kann der Lüfter nicht) + Warmwasser. Man kann ja die Heizlüfter auch nicht einfach im Automodus laufen lassen wenn man nicht daheim ist (wir machen das zumindest nicht).

    Fazit 2: Dämmung Dämmung Dämmung Dämmung Dämmung Dämmung Dämmung Dämmung und noch einmal Dämmung. Das ist die sparsamste Heizung der Welt. Wenn man die Dämmung noch ein paar cm besser hätte machen können, ich hätte es gemacht. Schöne große freie Südfenster, Verzicht auf architektonische Designmerkmale (Wärmebrücken, gehen i.d.R. als erstes kaputt, Wasser, Extrakosten usw.) und keine/kleine Nordfenster.Lüftung mit Wärmerrückgewinnung. Et voila. Da lohnt sich nicht einmal mehr Fotovoltaik bei uns (ohne E-Auto und der Erdachse + lokales Klima geschuldet).

    Was würde ich anders machen? Nicht viel.
    Physik. Wärme steigt auf (trivial, jaja). Es ist im OG oft wärmer als im EG, auch wenn im EG die Temp. auf 21° gebaut ist und oben auf 19°. Das habe ich unterschätzt denke ich. Kommt vermutlich auch auf die Bauweise des Hauses drauf an wie stark sich das auswirkt – bei uns ist das alles sehr offen. Ist uns aber egal, weil im Schlafzimmer kurz mal lüften tut auch mal gut.

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