Planung der Tiefbauarbeiten

Unsere Suche nach einem Tiefbau-Unternehmen ging mal wieder nicht reibungslos. Irgendwie scheint die Auftragslage im Moment recht gut zu sein, so dass sich mal wieder manch einer gar nicht zurückgemeldet hat, auf unsere Kontaktverusche. Das kennen wir jetzt ja schon.

Wir hatten uns dann auf ein Unternehmen festgelegt, mit dem Andreas sich auch getroffen hat – nur damit die uns dann über 14 Tage warten ließen, und dann auch kein Angebot unterbreiteten, sondern erklärten, sie würden aufgrund der Sommerferien leider erst im September arbeiten können. Wegen der anschließend noch notwendigen Verlegung von Bauwasser und Baustrom war uns das aber zu spät.

In der Zwischenzeit hatte uns eines der anderen Unternehmen doch noch ein Angebot gemail. Darauf sind wir dann zurückgekommen. Dieser Mann schien nun tatsächlich motiviert für den Auftrag zu sein.

Wie sieht der Auftrag für Tiefbauarbeiten für ein Danhaus eigentlich aus?

Also, unabhängig vom Grundstück muss natürlich eine Baugrube erstellt werden, dabei die richtige Höhe für die spätere Bodenplatte erreicht werden. Insgesamt muss das ganze natütlich frostsicher sein – dabei gibt es, je nach Frostgefährdung – eine Klassifizierung von F1 bis F3. Wir benötigen F3, also die höchste Stufe. Diese Angabe findet man übrigens im Bodengutachten.

Außerdem wird der Tiefbauer auch die Streifenfundamente ausheben.

Um die Baugrube herum muss ein ca. 2,5m breites Planum für das Gerüst erstellt werden. Hier reicht eine abgesandete, ebene Fläche.

Außerdem muss der Stellplatz für den Kran zum Richttermin geschottert und entsprechend befestigt sein. Bei uns wird der Kran auf der späteren Einfahrt stehen, so dass wir praktisch gleich eine geschotterte Einfahrt bekommen. Auch wenn sie wohl teilweise wieder geöffnet werden muss, für den Schmutzwasserabfluss, dessen Anschluss direkt darunter liegt, aber erst später erstellt werden kann.

Zur Koordination, wo was hinkommt, haben wir eine Zeichnung erstellt, die auf dem Bild zu finden ist. Hierbei haben wir uns an die Absprachen gehalten, die gemeinsam mit dem Bauleiter während der Grundstücksbesichtigung getroffen wurden.

  • 1= Kranstellplatz von 7,5×7,5m, bei uns zum Teil auf der Straße
  • 2 = 2,5 m Planum um die spätere Bodenplatte
  • 5 = Lagerfläche am Tag der Richtung – hier muss frei bleiben

Damit bei der endgültigen Umsetzung nichts schief geht, gehört ein gemeinsamer Baustellentermin, bei dem der Tiefbauer, der Vermesser und die Firma Göllner für die Bodenplatte anwesend sind, zum Standard. Wir werden auch dabei sein.

Was uns der Tiefbau-Spaß letztenendes kosten wird wissen wir noch nicht. Das Angebot, das wir bisher bekommen haben, beinhaltet leider manches noch nicht, insbesondere die Streifenfundamente. Wir sind nur sicher, dass auch das mal wieder oberhalb unserer Budgetplanung liegen wird. Und das, obwohl unser Grundstück eigentlich keine große Hanglage oder ähnliches aufweist. Insgesamt geht es um etwa 70cm Höhenunterschied, die ausgeglichen werden müssen.

 

2 Gedanken zu „Planung der Tiefbauarbeiten

  1. Auch wir mussten leider mehrfach die Erfahrung machen, dass Unternehmen nicht auf Auftragsanfragen antworten; sehr nervig. Und selbst nach Auftragserteilung waren wir oft lange in der Warteschleife – die Auftragslage scheint in der Tat zu gut zu sein.
    Ebenfalls wurden unsere Tiefbauarbeiten teurer als geplant, obwohl auch keinerlei Besonderheiten vorliegen, das Grundstück ist/war ziemlich plan ohne eine Hanglage o.ä. Wir mussten wegen der Straße einiges höher und das Aufschottern war richtig teuer.

    Herzliche Grüße und weiterhin gute Nerven…!
    Klaus

    • Das kommt mir jetzt aber sehr bekannt vor. Wir sind in den letzten Tagen etwas aus allen Wolken gefallen, weil mehr und mehr Material angekarrt werden musste, um unsere Baugrube auf die richtige Höhe zu bringen. Trotz nur geringer Höhenunterschiede im Grundstück muss auch bei uns der spätere Fußboden wegen der Straße deutlich höher werden. Am Ende kosten die Erdarbeiten etwa das dreifache vom ursprünglich mal veranschlagten – das tut der Baukasse arg weh.

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