Streifenfundament

Nachdem die Tiefbauarbeiten am Donnerstag gegen Abend abgeschlossen waren, sollte planmäßig am Freitag das Streifenfundament erstellt werden, damit am Samstag die Bodenplatte gebaut werden konnte.

Morgens erschien dazu erneut das Vermessungsbüro für die Feineinmessung des Gebäudes. Anschließend begann die Firma Dreier Tiefbau gemeinsam mit der schon früh anwesenden Truppe der Firma Göllner die Gräben für das Streifenfundament auszuheben. Diese führen einmal komplett unter den Außenmauern des späteren Hauses entlang, sowie über eine Verbindung zu einem Mittenfundament. Außerdem zeigt der Fundamentplan die notwendigen Verrohrungen für die Hauseinführung für Wasser, Strom und Telefon und die Abwasserleitungen. Beste Überwachung der Baustelle erfolgte durch unseren absolut braven und überraschend geduldigen Vierbeiner.

Das Ausheben der Gräben und das Verlegen der Rohre nahm doch einige Zeit in Anspruch. Die Mitarbeiter der Firma Göllner waren dabei durchwegs geduldig alle Fragen beantwortet. Als dann nachmittags gegen 16 Uhr der Beton zum Auffüllen geliefert wurde, entwickelte sich unsere Baustelle zum ersten Mal zur Attraktion für schaulustige Nachbarn.

Es kamen zwei Betonmischer, die ihre Ladung in die 80cm tiefen Außengräben verteilten. Dies geschah über eine wirklich große Betonpumpe. Auch für mich war das spannend – als Baulaie hatte ich sowas noch nicht gesehen, und so konnte ich die Nachbarn gut verstehen. Einmal bei etwa der Hälfte der Betonmenge und dann noch einmal zum Ende legten die Jungs der Firma Göllner Metallverstrebungen als Bewehrung ein. Außerdem erhält das Haus in diesem Fundament in Form eines breites Metallband, das am Ende in unserem Hauswirtschaftsraum herauskommen wird. Dieses Band verläuft durchgängig einmal ums ganze Fundament. Eine gute Stunde später waren die Gräben voll und wurden nur noch geglättet.

 

Und dann war es das. Leider nicht nur für den Freitag, sondern gleich fürs ganze Wochenende. Die anliefernde Betonfirma aus der Region liefert nämlich Samstags nicht aus, und so konnte unsere Bodenplatte erst am Montag erstellt werden. Auch die Gräben in der Mitte bleiben zunächst leer. Diese sind auch nicht ganz so tief, wie die am Rand. Außerdem werden hier die späteren Rohre verlaufen, die auch noch nach oben gezogen werden müssen.

Das gab Andreas und mir jedoch genug Zeit, am Samstag noch einmal in aller Ruhe die neuen Fundamente zu inspizieren. Außerdem mussten wir uns nochmal Gedanken über die spätere Gestaltung des Grundstücks zu machen.

Die Firma Dreier hatten wir ja beauftragt, den Mutterboden direkt über die gesamte Fläche einzubauen sowie an der hinteren Grundstücksgrenze ein Plateau für unsere Gartenhütte zu erstellen. Infolge der großen Auffschüttung, die für die Gebäudehöhe gemacht werden musste, zeigte sich nun mitten in der verbliebenen Fläche ein Stufe von ca. 1,30m Höhe. Genau so soll es aber nicht bleiben, so dass wir uns da was einfallen lassen müssen. Ideen sind genug da – vom Aufschütten mit Mutterboden bis hin zum flach abfallen über die gesamte Grundstückslänge. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen und hat vielleicht auch noch Zeit – bis wir uns vom Schock der Mehrkosten bei den Tiefbauarbeiten erholt haben.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: