Trepp‘ auf, Trepp‘ ab! – Das Thema Treppe

So eine Treppe ist ein schönes Ding. Sie prägt ein Haus und dessen Wirkung gleich im Eingangsbereich doch sehr. Es ist also ein paar Gedanken wert, wie das gute Stück aussehen soll.

In der Bemusterung hatte sich für uns herausgestellt, dass unsere ursprüngliche Vorstellung einer weiß lackierten Treppe weder besonders passend noch uns im Preis angemessen erschien. Also mussten wir weiter überlegen. Danhaus lässt System Bucher Treppen von Derstappen einbauen, die zu Treppenmeister gehören. Dieses Unternehmen viele Partner in ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich, deshalb sind wir zur nächstgelegenen Niederlassung etwa 20km entfernt gefahren und haben uns einmal in Ruhe beraten lassen – eine gute Entscheidung.

Dabei haben wir über den Aufbau einer Treppe noch deutlich mehr erfahren, als Danhaus in der Bemusterung erwähnt. Zum besseren Verständnis habe ich mal die System Bucher Treppe im Haus meiner Eltern beschriftet – Danke an meinen Vater für die Fotos 🙂

  • Holz: Die Treppe besteht natürlich an erster Stelle aus Holz. Hierbei ist im Danhaus-Standard lediglich Kiefer enthalten. Buche und Birke kosten bereits Aufpreis, richtig teuer werden dann alle anderen (Edel-)Hölzer. Auch eine abweichende Oberflächenbehandlung, z.B. weißer Lack, kostet zusätzlich.
  • Stufenprofile: Die Form der forderen Stufenkante – von der Seite betrachtet
  • Geländerstäbe (1): Im Standard hätte die Treppe einfache Holzstäbe. Alternativ gibt es z.B. Stäbe aus Edelstahl, Holzstäbe mit Schmuckornamenten oder Edelstahlteilen. Hier scheint nichts wirklich Aupreis zu kosten. Alternativ könnte man hier auch Glas einsetzen oder Streben parallel zum Geländer verbauen.
  • Pfosten (2): Man kann der Treppe unten am Geländerstart sowie oben an dessen Ende einen Pfosten verpassen. Auch dies kostet (wenigstens in der Standardausführtug) keinen Aufpreis. Für die Pfosten gibt es dann Pfostenköpfe zur Auswahl, um das ganze noch mehr als Blickfang zu gestalten.
  • Geländer (3): Das Geländer gibt es auch in verschiedenstens Holzformen, Standard ist ein breites Geländer, es gibt sie aber auch in Rund, flach usw.
  • Distanzstäbe (4): Das sind die Stäbe, die zwischen den Treppenstufen den Abstand halten. Diese sind im Standard genauso aus Holz, wie die Geländerstäbe. Man kann sie z.B. auch aus Edelstahl nehmen, und auch hier gibt es viele Varianten auszusuchen, auch vierkantig gibt es beides, was einen sehr modernen Anstrich gibt.
  • An den Unterseiten der Stufen können Hölzer oder auch Edelstahlstangen angebracht werden, damit Kleinkinder nicht durchrutschen können. Älteren Menschen erscheint dadurch oft die offene Treppe sicherer.
  • Wange vs. Wandhalterung: Die System Bucher Treppen können direkt in der Wand verschraubt werden. Alternativ kann man sie mit einer Wange an der Wandseite bestellen. Dies ist bei Danhaus Standard, weil bei Weglassen der Holzwange die Wand verstärkt werden muss, was natürlich Aufpreis kostet.
  • Estrichblende (6): Verkleidet die Kante der Geschossdecke, diese ist damit gut geschützt und man muss sich keine Gedanken über deren sonstige Gestaltung machen.
  • Geländer im Obergeschoss (7): Hier ist die Gesamtöhe auch ein Stück variabel.
  • Bodenauflage im Obergeschoss (8): Es gibt Ausführungen, bei denen die untere Holzleiste zum Boden noch ca. 5 cm. Spiel hat, und es gibt (wie auf dem Foto) das direkte Aufliegen auf dem Fußboden.

Bei der Bemusterung von Danhaus hat man die eine Treppe des Musterhauses als Beispiel und wählt ansonsten aus einem Heft aus, was man haben möchte. Bilder aus diesem Heft versuche ich hier noch nachzureichen – ich habe aber zunächst eine Copyright-Anfrage an Treppenmeister gestellt – ich will hier ja keine Urheberrechte verletzen. Solange können einige Abbildungen auf der Websige des Partners Arcus-Treppen aufgerufen werden.

Wir haben uns jedenfalls für eine Treppe aus Buche entschieden, die für uns von Besser Treppen, unserem Treppenmeister vor Ort, dreifach weiß geölt wird. Alternativ hatten wir von Derstappen ein Muster in Buche behandelt mit Osmo-Color weiß zugesandt bekommen.

Wir nehmen einfache Geländerstäbe aus Edelstahl, Distanzspindeln aus Holz mit Edelstahlkappen oben und unten, einen dicken eckigen Pfosten mit leicht abgesetztem Pfostenkopf am unteren Ende der Treppe – oben nicht. Wir bekommen ebenfalls eine Estrichblene, wenn sich da an unserer Entscheidung nicht noch etwas ändert. Und wir würden gerne eine Treppe ohne Wange haben. Besser-Treppen sagt bisher, dass dazu nicht nur eine dritte Fermacell-Platte auf die Wand aufgebracht werden muss (wie von Danhaus vorgeschlagen), sondern am besten zwei Fermacell-Platten durch eine OSB-Platte getauscht werden sollen. Hier ist noch nicht geklärt, wie das ausgehen wird.

Und wie man aus diesen Infos schon entnehmen kann: Wir werden wohl, wie es aussieht, die Treppe aus dem Danhaus-Leistungsumfang herausnehmen. Den letzten Ausschlag dafür hat vor allem gegeben, dass uns das Holz in weiß geölt besser gefällt als in Osmo-Color weiß. Es sieht in unseren Augen deutlich weicher aus, auch wenn die Farbunterschiede nur gering sind. Und das Angebot von Besser-Treppen hat uns auch gut gefallen.

 

 

Ein Gedanke zu „Trepp‘ auf, Trepp‘ ab! – Das Thema Treppe

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: