Der Umzug – Der Weg ins Chaos

Leider haben wir es vor Weihnachten doch nicht mehr geschafft. Am 14. Dezember war die Hausübergabe, wir hatten bis dahin noch nicht eine Kiste eingepackt, weil auf der Baustelle zu viel los war und ja auch Eigenleistungen erledigt werden wollten. Außerdem waren die Fliesen ja noch nicht fertig, damit konnten wir auch noch nicht richtig heizen. Alles in allem betrachtet haben wir, auch um uns den Druck zu nehmen, den Umzug auf den 04. Januar verschoben. Weil alles so schnell ging mussten wir die Miete für das alte Haus im Januar ohnehin noch zahlen.

Wir haben hier vor Ort kaum Helfer, deshalb haben wir uns außerdem eine Firma engagiert, die uns beim Umzug helfen sollte. Ich hatte immerhin ab dem 30. Dezember Urlaub, so dass es uns gut gelang, alles zu verpacken. Unser Motto dabei: Wir müssen uns reduzieren. 😎

Wir hatten vorher ein Haus mit Garten auf einem Dorf für eher günstiges Geld gemietet gehabt, das für uns viel zu groß war. Dadurch hatten wir wirklich an allen Ecken während der letzten drei Jahre Krams angesammelt. Wir waren also ziemlich radikal mit uns, sehr kritisch wurden Kleiderschränke, Regale und Küchenzubehör unter die Lupe genommen. Was schon Jahre nicht mehr benutzt wurde flog weg. So hatetn wir am Ende 7 große blaue Müllsäcke voll mit Restmüll und weitere 4 mit Altkleidern. Wirklich beeindruckend, wie viel sich so ansammelt, was nicht gebraucht wird. Netter Weise können wir auf der Deponie am alten Wohnort ein ganzes Auto voll Restmüll für 10€ loswerden. Das war meine letzte Amtshandlung am Morgen des Umzugstages. Während ich unterwegs war, standen schon die Möbelpacker vor Ort.

Unser Haushalt wurde beinahe ausnahmslos durch das große Küchenfenster hinaus direkt auf die Ladefläche des 35m³ LKWs gereicht. Das war aufgrund der Wetterbedingungen ein kleiner Segen. Den ausgerechnet am einen Tag vor dem Umzug hat es das erste Mal so richtig geschneit, es war wirklich spiegelglatt, weil es am Umzugstag auf den gefrorenen Hof neuen Schneeregen gab. Da waren die Herren wirklich froh, dass sie sich die Schritte sparen konnten.

So war in etwa drei Stunden alles drin, in Maßarbeit. Einige wenige Teile fanden keinen Platz mehr, der LKW war voll. Ausladen ging auch wunderbar, allerdings konnten die Sachen nur teilweise an ihren Bestimmungsort gebracht werden. Der frisch verlegte Teppich hatte einen Fehler und sollte am Tag nach dem Umzug getauscht werden. Das Zimmer blieb also leer, die Sachen sammelten sich anderweitig. Am Umzugstag abends waren wir einfach nur noch erledigt und vielen im kompletten Chaos auf unsere Matratzen. Was blöd war: Wir hatten jeweils nur noch einen Tag Urlaub beantragt, im Anschluss. Ich weiß gar nicht, was wir uns dabei gedacht haben. Jedenfalls war das keine gute Entscheidung, denn so blieb uns das Chaos ziemlich lang erhalten. Etwa drei Wochen nach dem Umzug hatten wir das erste Mal das Gefühl, wieder Überblich zu bekommen.

Bis dahin war auch das neue Schlafzimmer geliefert. Das Auspacken der Kleidung war doch ein echter Zugewinn. Mit dem ausgetauschten Teppich konnten wir das Gästezimmer einrichten, mit ein paar weniger Kartons auch das Sportzimmer. Im Bad mussten wir auf die Lösung unseres Waschtisch-Problems warten, auch das ist aber seit dem Wochenede nun erledigt. Last but noch least haben wir am Wochenende nach dem Umzug noch die alte Wohnzimmerwand abgegeben und nochmal 14 Tage später unser TV-Board geliefert bekommen. Alle anderen Möbel (außer Schlafzimmer und TV-Board) sind die alten geblieben.

Die meisten Bedenken hatten wir dabei mit unserem Sofa. Überraschender Weise sieht das aber in der neuen Wohnecke wirklich gut aus, und es ist auch nicht so viel zu riesig, wie wir befüchtet hatten – nur ein bischen 🙂 . Trotzdem finden wir den Anblick erstmal passabel, und für ein neues Sofa reicht das Budget nun wirklich nicht. Genau wie für die neuen Esszimmerstühle. Wir wollen uns eigentlich gerne die Stühle Mariposa von boconcept zulegen. Diese stehen auch im Musterhaus in Hannover und haben es uns sehr angetan. Sie sind bequem und passen bestimmt toll zu unserer Einrichtung. So mussten erstmal die alten schweren und schwarzen günstigen Stühle mit umziehen, die ich eigentlich gar nicht mehr leiden kann.

Aber man kann nicht alles haben, dafür haben wir jetzt ein wunderbares Haus mit einer tollen Aussicht in einer Wohngegend, die sich schon fast vom ersten Tag an mehr wie „Zuhause“ anfühlt, als das im alten Haus je der Fall war. Schön!!

So… Umzug ist also geschafft, dann können wir uns ja an die Eigenleistungen, Aufbauarbeiten und vor allem das Auspacken der Kartons machen. Mal sehen, wann der letzte Karton das Haus verlässt….

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