Vorläufige Ausführungszeichnungen

Vor ein paar Wochen hatten wir von Danhaus die vorläufigen Ausführungszeichnugen bekommen.

Grundsätzlich ist es so, dass der Architekt für den Bauantrag Zeichnungen erstellt, die auch grundsätzlich so übernommen werden. Allerdings werden die Pläne vorher von der Produktion noch einmal überarbeitet, die ja auch im Blick hat, was von deren Seite geht oder auch nicht geht. Als Bauherr muss man diese Zeichnungen dann unterschreiben, ggf. gewünschte Änderungen einzeichnen und zurücksenden, so dass kurz vor Produktion endgültige Ausführungszeichnungen erstellt werden. Diese allerdings enthalten dann erst statische Berechnungen.

Unsere Vorplanung hatte jedenfalls noch einiges Verbesserungspotential. Im HWR haben wir ein bisschen an der gewünschten Position für die ganzen Anschlüsse geschoben. Der Kamin hat eine andere Form als geplant. Im Bauantrag war er etwa quadratisch mit ca. 40x40cm eingezeichnet. Tatsächlich ist er 36x55cm und muss noch 5cm Abstand von der Wand haben. Es kommen also 36x60cm im Erdgeschoss zusammen. Anscheinend hat Danhaus seit nicht allzu langer Zeit einen Kamin, der seine Zuluft ebenfalls von oben bezieht, wodurch sich die Maße geändert hatten.

Im Obergeschoss sind die Außenwände im Giebel etwas dünner, der Kamin bleibt aber an der selben Stelle, wodurch er oben bei uns sogar um 70cm in den Raum ragt. Im Endergebnis entstand so zwischen Kamin und Zimmerwand eine Nische von etwa 50x70cm. Das fanden wir ziemlich ungünstig, zumal eigentlich direkt unser Kleiderschrank anschließen soll – die Lücke wäre also unbraucnbar geworden. Daher haben wir in die Vorplanung eingetragen, dass die Wand hier eine Stufe machen soll, so dass sie am Kamin anliegt, und so im Nebenraum, dem Sportzimmer, eine ca. 45x50cm große Nische entsteht. Diese werden wir toll als eingebautes Regal z.B. für Andreas Trainings-Gewichte nutzen können.

An der Badplanung, wie sollte es anders sein, gab es mal wieder noch eine Menge zu verbessern. Das scheint sich für uns so durchzuziehen. Hier ist uns auch noch einmal klar geworden, dass die Toiletten ein Belüftungsrohr über das Dach bekommen. Das ist wohl eine ganz normale Sache, war uns trotzdem anfangs nicht klar. Dieses Rohr kann bei Danhaus nicht in der Außenwand verlaufen, so dass es bei Toiletten, die an die Außenwand angrenzen, immer auch eine Abmauerung, in der Schränge eine komplette Abseite geben muss, die auch dieses Rohr verkleidet.

Ursprünglich wollten wir ja hinter der Toilette, die ja unter der Schräge steht, nur eine Ablage haben. Jetzt bekommen wir eben doch eine von Danhaus erstellte Abseite. In mehreren Häusern von Verwandten und im Musterhaus haben wir Toiletten und Deckenhöhen gegeneinander getestet, um herauszufinden, wir hoch denn die Abseite sein muss, damit man sich auf der Toilette unter der Schräge nicht eingeengt fühlt, oder sich beim Aufstehen den Kopf stößt. Gerade für den 1,98m-Bauherren ist das wichtig. Wir haben jetzt entschieden, dass die Abseite auf 1,40m Deckenhöhe vorgezogen werden soll.

Ansonsten muss die Dusche auf 140×90 vergrößert werden, die Tür ein Stück verschoben werden, und noc so manche Kleinigkeiten. Mitgeliefert werden dann auch Außenansichten – hier fiel uns direkt auf, dass unsere Zeichnerin ursprünglich echt viel Mühe hatte, immer wieder zu betonen, wie wichtig die Symmetrie am Haus sei. Und bei der Vorplanung waren plötzlich die schön symmetrisch gedachten Fenster nicht mehr übereinander. Das wollten wir auch geändert haben.

Dann ging das ganze per Post zurück an Danhaus.

Vor einer Woche haben wir dann die geänderte Vorplanung zugesandt bekommen. Alles was wir uns gewünscht haben wurde zu unserer vollsten Zufriedenheit eingearbeitet. Wir finden das klasse. Ganz spannend ist, dass in der zweiten Zeichnung der Erker plötzlilch 6cm breiter geworden ist. Warum es diese Änderung gerade jetzt gibt hat sich uns nicht ganz erschlossen, soll uns aber recht sein.

Auch die zweite Version ging also unterschrieben an Danhaus zurück. Mit dieser Unterschrift segnen wir bereits die Bestellung der Fensterelemente ab. Ca. 6 Wochen vor Baubeginn rechnen wir dann damit, dass uns die endgültigen Ausführungszeichnungen ins Haus trudeln werden. An denen können wir, wenn wir es richtig verstanden haben, nichts mehr ändern. Erst dann wird die Statik eingearbeitet sein. Wir hoffen, dass das keine Änderungen nötig macht.

Post gab es auch – nach derzeitiger Planung sind es noch 10 Wochen bis zum Richttermin.

5 Gedanken zu „Vorläufige Ausführungszeichnungen

  1. Hallo Kathrin,

    wie schon bei den Bädern, macht Euch darauf gefasst, dass sich die Installationen verschieben werden. Bei uns steht jetzt die Entkalkungsanlage 50 cm weit weg von der Steckdose, an der Stelle des Netzwerkschrankes ist jetzt die Wasseruhr und an der Wand wo nichts sein sollte, hängt jetzt der Unitymedia Anschluss. Außerdem fehlt noch unser Wechselrichter, wo wir noch gar nicht wissen wohin damit, in der Hoffnung, dass die Kabel lang genug sind. Leider entscheidet sich die genaue Position erst, wenn die Gewerke und die Anschlüsse montiert werden. Manches auf dem Plan geht einfach nicht. Tipp: In dem Moment nicht die Nerven verlieren, sondern einfach bereit sein, alles was noch kommt leicht umzuplanen. Gehen wird es immer! Wir drücken Euch die Daumen, dass alles möglichst gut passt!

    Viele Grüße,
    Andreas

    • Hallo Andreas,

      schon mal danke für die Vorwarnung… Ärgerlich wäre das aber schon. Wir bauen ja ein Haus mit nicht allzu viel Stauflächen, und sind so eigentlich auf die Stellflächen, die im HWR eingeplant sind, schon recht angewiesen. Trotzdem – auf dem Schirm haben wir es erstmal, dass wir da gut aufpassen müssen. Weißt du, warum solche Dinge passieren? Wenn das doch vorher genau geplant wird, will es nicht so in meinen Kopf, warum sich das dann noch verschiebt…
      LG
      Kathrin

      • Hallo Kathrin,

        klar, die Rohre passen nicht, wo man das gerne hätte, die Kabel kreuzen sich, die Rohre kreuzen sich – es sind jede Menge Rohre – im HWR sind alles Aufputzmontagen! Die Kabelkanäle passen nicht – es sind jede Menge Kabelkanäle. Auch hier müssen alle Kabel in den Feldern zwischen den Holzständern gelegt werden, bevor sie aus der Wand kommen. Auf die Hausanschlüsse hat man nur bedingt Einfluss. Bei uns passt alles ungefähr, aber etwas Flexibilität wird auch uns an der Stelle abverlangt.

        Wenn man sich jetzt bereits darauf einstellt tut’s nachher nur halb so weh. Aber gerade die Monteure von Elku und Müller tun ihr Bestes um den Wünschen des Baherren/in nachzukommen. Mit den Jungs lässt sich reden. Manchmal geht es technisch jedoch leider nicht.

        Viele Grüße,
        Andreas

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